
binden
Etwas mit einem Band, einer Schnur oder Ähnlichem zusammenfügen oder befestigen.
Sie band die alten Zeitungen zu einem Bündel.
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Etwas mit einem Band, einer Schnur oder Ähnlichem zusammenfügen oder befestigen.
Sie band die alten Zeitungen zu einem Bündel.

Die Schnürsenkel von Schuhen zu einer Schleife zusammenknoten.
Das Kind lernt gerade, seine Schuhe selbst zu binden.

Eine feste Verpflichtung oder Beziehung eingehen, insbesondere eine Partnerschaft oder Ehe.
Nach vielen Jahren als Single möchte er sich nun fest binden.

Eine Flüssigkeit, wie zum Beispiel eine Soße oder Suppe, durch die Zugabe von Stärke, Mehl oder einem anderen Bindemittel dicker machen.
Um die Soße zu binden, rühre ich etwas Speisestärke in kaltem Wasser an.

Durch ein Versprechen, einen Vertrag oder eine Regel verpflichtet sein, etwas zu tun oder zu unterlassen.
Wir sind an den Vertrag gebunden und können ihn nicht einfach kündigen.

Die Seiten eines Buches zusammenfügen und mit einem Einband versehen.
Der Buchbinder kann Ihre Abschlussarbeit professionell binden.

In der Chemie die Fähigkeit von Atomen oder Molekülen, Kräfte aufeinander auszuüben und sich zu größeren Einheiten zu verbinden.
Zwei Wasserstoffatome binden ein Sauerstoffatom und bilden so ein Wassermolekül.
Das Verb „binden“ ist die Wurzel für viele verwandte Wörter. „Die Bindung“ ist das Nomen für die Verbindung oder Beziehung, und „gebunden“ ist das Partizip, das oft als Adjektiv für „verpflichtet“ oder „nicht frei“ verwendet wird.
Zwischen Mutter und Kind besteht eine starke Bindung.
„Binden“ ist ein starkes Verb mit dem Vokalwechsel i-a-u. Die Vergangenheitsformen sind „band“ (Präteritum) und „hat gebunden“ (Perfekt).
Sie band sich einen Schal um den Hals.
Die reflexive Form „sich binden“ bedeutet, eine feste Verpflichtung einzugehen, meist emotional oder partnerschaftlich. Es beschreibt die Entscheidung, die eigene Freiheit zugunsten einer Beziehung einzuschränken.
Er hat Angst, sich zu früh zu binden.
Im Kontext von Kochen und Rezepten bedeutet „binden“, eine Flüssigkeit dicker zu machen. Signalwörter dafür sind „Soße“, „Suppe“, „Stärke“ oder „Mehl“.
Ich binde die Bratensoße immer mit etwas Mondamin.
Die Wendung „an etwas gebunden sein“ drückt eine Verpflichtung aus. Die Präposition „an“ wird hier mit dem Akkusativ verwendet.
Ich würde gerne mitkommen, aber ich bin an eine frühere Zusage gebunden.
In der wörtlichen Bedeutung wird „binden“ oft für das Zusammenfügen von Dingen verwendet. Typische Beispiele sind „einen Blumenstrauß binden“, „einen Kranz binden“ oder „ein Buch binden“.
Zu Weihnachten binden wir jedes Jahr einen Adventskranz.
Wenn von „Büchern“, „Seiten“ oder einer „Arbeit“ (z.B. Bachelorarbeit) die Rede ist, bedeutet „binden“ den handwerklichen Prozess, lose Blätter zu einem festen Buch zusammenzufügen.
Ich lasse meine Masterarbeit professionell binden.
Bei einem Vertrag kann verpflichten den Abschluss oder das Auferlegen einer vertraglichen Aufgabe aus Sicht einer Person oder Organisation betonen. Binden hebt dagegen hervor, dass jemand durch den Vertrag an eine Pflicht gebunden ist. Beide Wörter können im selben Zusammenhang passen, setzen aber den Schwerpunkt unterschiedlich.

Der Vertrag bindet den Stürmer für drei Jahre an den Verein.
Der Verein verpflichtete den Stürmer für drei Jahre.