
sich widmen
Seine Zeit und Aufmerksamkeit einer Person, Aufgabe oder Sache zuwenden. Man konzentriert sich bewusst und oft intensiv auf etwas.
Nach der Arbeit widmet er sich ganz seiner Familie.
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Seine Zeit und Aufmerksamkeit einer Person, Aufgabe oder Sache zuwenden. Man konzentriert sich bewusst und oft intensiv auf etwas.
Nach der Arbeit widmet er sich ganz seiner Familie.

Jemandem ein Werk (z.B. ein Buch, ein Lied, einen Film) als Zeichen der Verehrung oder Zuneigung zueignen. Dies wird oft am Anfang des Werkes vermerkt.
Der Autor widmete das Buch seinen Eltern.
Die beiden Bedeutungen lassen sich leicht unterscheiden. Wird das Verb reflexiv mit „sich“ gebraucht, bedeutet es, seine Zeit und Aufmerksamkeit auf etwas zu richten. Ohne „sich“ bedeutet es fast immer, ein Werk jemandem zuzueignen.
Er widmet sich voll und ganz seiner Forschung.
Das Verb „widmen“ gehört zu einem eher formellen oder literarischen Sprachgebrauch. Es drückt eine hohe Konzentration, Hingabe oder Zuneigung aus und klingt dadurch gewichtiger als alltägliche Verben.
Die Ärztin widmete ihr ganzes Leben dem Kampf gegen die Krankheit.
In dieser Bedeutung ist das Verb reflexiv und verlangt ein Dativobjekt. Die Struktur lautet: `sich (Akkusativ) + einer Sache (Dativ) widmen`. Die Sache, auf die man sich konzentriert, steht also im Dativ.
Am Wochenende möchte ich mich endlich dem Garten widmen.
Wenn man ein Werk zueignet, braucht „widmen“ zwei Objekte. Die Person steht im Dativ und das Werk im Akkusativ. Das Satzmuster ist: `jemandem (Dativ) etwas (Akkusativ) widmen`.
Die Band widmete den Song ihren treuen Fans.
Bei Zeit für eine Person oder Sache betont „sich widmen“ die bewusste und intensive Zuwendung. „Opfern“ stellt dieselbe Zeit dagegen als etwas Wertvolles dar, auf das man für ein Ziel verzichtet. Ohne betonten persönlichen Verlust passt „sich widmen“ besser.

Jeden Vormittag widmet sie sich konzentriert dem wichtigen Projekt.
Für das wichtige Projekt opfert sie sogar ihre freien Wochenenden.