sich jemandem/etwas zuwenden
Die eigene Aufmerksamkeit oder den Körper auf jemanden oder etwas richten; sich mit jemandem oder etwas beschäftigen.
Nachdem er das Telefonat beendet hatte, wandte er sich wieder seinem Gast zu.

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Die eigene Aufmerksamkeit oder den Körper auf jemanden oder etwas richten; sich mit jemandem oder etwas beschäftigen.
Nachdem er das Telefonat beendet hatte, wandte er sich wieder seinem Gast zu.

„Zuwenden“ ist ein trennbares Verb. Im Hauptsatz steht die Vorsilbe „zu“ am Ende. In einem Nebensatz mit Konjunktion wie „weil“ oder „dass“ bleibt das Verb zusammen.
Er wendet sich seinem nächsten Termin zu.
Das Verb besteht aus der Vorsilbe „zu-“ (die eine Richtung „hin zu“ anzeigt) und dem Verb „wenden“ (drehen, richten). Die Wortstruktur spiegelt also direkt die Bedeutung wider, die Aufmerksamkeit auf etwas oder jemanden zu richten.
Die Sonnenblumen wenden sich immer dem Licht zu.
Die Grammatik hilft, die Bedeutungen zu unterscheiden. Die reflexive Form „sich zuwenden“ bedeutet, die Aufmerksamkeit zu richten (m01). Die nicht-reflexive Form „jemandem etwas zuwenden“ bedeutet, jemandem etwas zu geben (m02).
Die Lehrerin wandte sich dem neuen Schüler zu.
Wenn man sich jemandem oder etwas zuwendet, ist die Konstruktion reflexiv und das Ziel der Aufmerksamkeit steht im Dativ: sich (Akkusativ) jemandem/etwas (Dativ) zuwenden.
Können Sie sich bitte diesem Problem zuwenden?
„geben“ und „zuwenden“ können beide bedeuten, dass jemand einer anderen Person etwas zukommen lässt. „geben“ ist aber viel allgemeiner und passt zu vielen konkreten und abstrakten Dingen, zum Beispiel einem Rat, einer Information oder einer Chance. „zuwenden“ klingt gezielter und persönlicher. Man verwendet es besonders bei Aufmerksamkeit, Zeit oder Zuneigung. Wenn jemandem etwas zugewendet wird, steht oft im Vordergrund, dass man sich bewusst dieser Person widmet.

Nach dem Unfall wendete die Lehrerin dem stillen Kind viel Aufmerksamkeit zu.
Mein Vater gibt mir im Gespräch oft gute Tipps zum Lernen.