wiederfinden
Etwas oder jemanden, das oder der verloren oder vermisst war, erneut finden.
Nach langem Suchen habe ich meine Schlüssel endlich wiedergefunden.

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Etwas oder jemanden, das oder der verloren oder vermisst war, erneut finden.
Nach langem Suchen habe ich meine Schlüssel endlich wiedergefunden.

„Wiederfinden“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „wieder“ steht im Hauptsatz am Ende. In einem Nebensatz oder im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Ich finde meinen Geldbeutel nicht wieder.
Das Verb besteht aus „wieder“ (erneut) und „finden“. Die Grundbedeutung ist also ganz wörtlich: etwas, das man schon einmal hatte oder kannte, erneut zu finden.
Hast du das Buch wiedergefunden, das du gesucht hast?
Ohne Reflexivpronomen bedeutet „wiederfinden“, einen verlorenen Gegenstand zu finden. Mit einem Reflexivpronomen („sich wiederfinden“) bedeutet es, sich an einem Ort oder in einer Situation zu befinden, oft unerwartet.
Endlich habe ich meine Brille wiedergefunden!
In der Bedeutung „sich identifizieren“ wird die Struktur „sich in etwas (Dativ) wiederfinden“ verwendet. Man erkennt eigene Erfahrungen oder Gefühle in einer Geschichte, einer Person oder einer Situation.
In diesem Gedicht kann ich mich total wiederfinden.
„finden“ und „wiederfinden“ haben beide mit Entdecken zu tun. „finden“ benutzt man allgemein, wenn man etwas durch Suchen oder zufällig entdeckt. „wiederfinden“ passt nur, wenn etwas vorher verloren, vermisst oder nicht mehr da war und man es erneut findet. Lernende können die Wörter verwechseln, weil in beiden Fällen am Ende etwas da ist. Wichtig ist: Bei „wiederfinden“ gab es das Ding oder die Person schon vorher in deinem Besitz oder in deiner Nähe.

Jan findet am Abend seinen Reisepass in der Jackentasche wieder.
Selma findet beim Aufräumen einen alten Brief.