zurückholen
Etwas, das man weggegeben, verloren oder verliehen hat, wieder in seinen Besitz bringen.
Ich muss mein Buch, das ich dir geliehen habe, wieder zurückholen.

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Etwas, das man weggegeben, verloren oder verliehen hat, wieder in seinen Besitz bringen.
Ich muss mein Buch, das ich dir geliehen habe, wieder zurückholen.

„Zurückholen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „zurück-“, die eine Bewegung zum Ausgangspunkt anzeigt, steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen bleibt das Verb zusammen.
Ich hole mein Fahrrad später bei dir zurück.
Das Objekt des Verbs verrät die genaue Bedeutung. Handelt es sich um einen Gegenstand, ist Bedeutung 1 gemeint. Ist das Objekt eine Person, ist Bedeutung 2 gemeint. Bei abstrakten Dingen wie „Erinnerungen“ oder „Gefühlen“ ist Bedeutung 3 gemeint.
Sie will ihr altes Auto aus der Werkstatt zurückholen.
Wenn es um Erinnerungen oder Gefühle geht, ist das Subjekt des Satzes oft der Auslöser (z.B. ein Lied, ein Ort, ein Geruch). Die Erinnerung selbst ist das Akkusativobjekt.
Dieses Lied holt die Erinnerungen an unseren ersten Urlaub zurück.
„wiederholen“ und „zurückholen“ können in einer Bedeutung dasselbe meinen: Man bringt etwas, das weggegeben oder verloren wurde, wieder zu sich. In diesem Sinn ist „wiederholen“ trennbar: „Ich hole das Buch wieder.“ Das kann Lernende verwirren, weil „wiederholen“ viel häufiger auch „noch einmal machen oder sagen“ bedeutet und dann nicht trennbar ist. „zurückholen“ ist hier klarer und natürlicher, wenn es um Besitz oder einen Gegenstand geht. „wiederholen“ in dieser Bedeutung klingt stärker nach „etwas wieder holen“.

Herr Richter holt sein Fahrrad aus der Werkstatt zurück.
Ich hole meinen Schlüssel später bei der Nachbarin wieder.