aufbieten
Alle verfügbaren Kräfte, Mittel oder Anstrengungen mobilisieren, um ein Ziel zu erreichen. Oft in der Wendung „alles aufbieten“.
Die Rettungskräfte mussten ihr ganzes Können aufbieten, um die Verletzten aus dem Wrack zu befreien.

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Alle verfügbaren Kräfte, Mittel oder Anstrengungen mobilisieren, um ein Ziel zu erreichen. Oft in der Wendung „alles aufbieten“.
Die Rettungskräfte mussten ihr ganzes Können aufbieten, um die Verletzten aus dem Wrack zu befreien.

„Aufbieten“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „auf-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen oder im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Er bot seine ganze Kraft auf, um den Stein zu heben.
In der Bedeutung „mobilisieren“ wird „aufbieten“ oft mit abstrakten Nomen wie „Kraft“, „Mut“, „Geduld“ oder „Können“ kombiniert. Eine sehr häufige Wendung ist „alles aufbieten“.
Sie musste ihre ganze Geduld aufbieten, um den Kindern zuzuhören.
Die Bedeutung „Personen zusammenrufen“ ist heute selten und wird meist in historischen oder sehr formellen juristischen Kontexten verwendet. Man liest es, wenn Könige Armeen oder Gerichte Zeugen versammeln.
Das Gericht kann Zeugen aufbieten, um den Fall zu klären.
„einsetzen“ und „aufbieten“ können beide bedeuten, dass man Menschen, Kräfte oder Mittel für ein Ziel nutzt. „einsetzen“ ist neutral und passt für normale Planung: Man setzt Personal, Geld oder Technik ein. „aufbieten“ klingt stärker. Es bedeutet, dass man viele oder alle verfügbaren Kräfte mobilisiert, oft weil die Aufgabe schwierig ist. Es kann auch heißen, dass Personen extra zusammengerufen werden. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide mit Ressourcen zu tun haben. „aufbieten“ passt aber eher bei besonderer Anstrengung.

Das Team bot alle Kräfte auf, um das Spiel noch zu gewinnen.
Die Stadt setzt mehr Busse ein, weil so viele Besucher kommen.