aufbringen
Benötigte finanzielle Mittel oder Ressourcen beschaffen oder bereitstellen.
Die Gemeinde muss eine hohe Summe aufbringen, um die Schule zu sanieren.

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Benötigte finanzielle Mittel oder Ressourcen beschaffen oder bereitstellen.
Die Gemeinde muss eine hohe Summe aufbringen, um die Schule zu sanieren.

„Aufbringen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „auf“ steht im Hauptsatz am Ende, im Nebensatz bleibt sie mit dem Verb verbunden und im Infinitiv steht „zu“ dazwischen.
Er bringt die nötige Geduld für dieses Projekt auf.
Die Bedeutung von „aufbringen“ erkennt man am besten am Objekt. Handelt es sich um Geld oder Mittel, geht es ums Beschaffen. Ist das Objekt eine Person, geht es um Ärger. Bei einer Tür geht es ums Öffnen und bei Farbe ums Auftragen.
Die Firma konnte die finanziellen Mittel nicht mehr aufbringen.
In dieser Bedeutung wird „aufbringen“ oft mit abstrakten Ressourcen kombiniert. Typisch sind: Geld aufbringen, die Kosten aufbringen, Geduld aufbringen oder Verständnis aufbringen.
Ich kann für sein Verhalten kein Verständnis aufbringen.
Wenn „aufbringen“ „ärgern“ bedeutet, ist die Person, die wütend wird, immer das Akkusativobjekt des Satzes. Die Sache oder Person, die den Ärger verursacht, ist das Subjekt.
Diese Ungerechtigkeit bringt mich wirklich auf.
„öffnen“ und „aufbringen“ können beide bedeuten, dass etwas Geschlossenes offen wird. „öffnen“ ist das normale und neutrale Wort für Türen, Fenster, Flaschen oder Bücher. „aufbringen“ passt nur in besonderen Situationen, wenn etwas verschlossen ist und man es mit Mühe, Werkzeug oder Gewalt öffnet. Für den Alltag sagt man fast immer „öffnen“. „aufbringen“ klingt stärker und oft etwas formeller oder technischer.

Die Feuerwehr musste die verschlossene Tür mit Werkzeug aufbringen.
Am Abend öffnet der Gast vorsichtig die Balkontür.