aufwärmen
Kalte Speisen oder Getränke wieder warm oder heiß machen.
Ich wärme mir die Reste von gestern Abend in der Mikrowelle auf.

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Kalte Speisen oder Getränke wieder warm oder heiß machen.
Ich wärme mir die Reste von gestern Abend in der Mikrowelle auf.

„Aufwärmen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „auf“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Ich wärme die Suppe von gestern auf.
Die Verwendung des Reflexivpronomens „sich“ ist ein wichtiger Hinweis. „Sich aufwärmen“ bezieht sich immer auf den eigenen Körper (vor dem Sport oder bei Kälte). „Etwas aufwärmen“ bezieht sich auf Essen oder ein abstraktes Thema.
Wärmst du dich vor dem Laufen auf?
Wenn „sich aufwärmen“ verwendet wird, hilft der Kontext bei der Unterscheidung. Geht es um Sport und Bewegung, ist die Vorbereitung auf eine Anstrengung gemeint. Geht es um Kälte und Frieren, ist das Wiedererlangen von Körperwärme gemeint.
Die Spieler wärmen sich vor dem Spiel auf dem Platz auf.
In der übertragenen Bedeutung wird „aufwärmen“ immer mit abstrakten Nomen verwendet. Typische Objekte sind „ein Thema“, „eine Geschichte“ oder „ein alter Streit“.
Er versucht immer wieder, die längst entschiedene Diskussion aufzuwärmen.
„ansprechen“ und „aufwärmen“ können beide damit zu tun haben, dass ein Thema wieder in ein Gespräch kommt. „ansprechen“ ist neutral: Man bringt ein Thema oder Problem zur Sprache, weil man darüber reden möchte. „aufwärmen“ passt nur bei alten Themen, alten Streitigkeiten oder Dingen, die eigentlich schon erledigt waren. Es klingt oft etwas negativ, weil jemand etwas Vergangenes unnötig wieder hervorholt. Wenn ein Problem aktuell ist, sagt man besser „ansprechen“. Wenn jemand wieder mit einem alten Streit beginnt, passt „aufwärmen“.

Beim Abendessen wärmt Tom den alten Streit mit seinem Bruder wieder auf.
Im Teamgespräch spricht Lena das Problem mit den langen Wartezeiten an.