ausrasten
Umgangssprachlich für die Beherrschung verlieren und einen plötzlichen, heftigen Wutanfall bekommen.
Als er merkte, dass sein Fahrrad gestohlen wurde, ist er komplett ausgerastet.

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Umgangssprachlich für die Beherrschung verlieren und einen plötzlichen, heftigen Wutanfall bekommen.
Als er merkte, dass sein Fahrrad gestohlen wurde, ist er komplett ausgerastet.

„Ausrasten“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „aus-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen oder im Perfekt bleibt das Verb zusammen.
Wegen einer Kleinigkeit rastete er plötzlich aus.
Das Verb kommt von „rasten“ im Sinne von „einrasten“ (sich in einer Position fixieren). „Ausrasten“ ist das Gegenteil: etwas löst sich aus seiner festen Position. Übertragen bedeutet es, dass eine Person ihre (mentale) Fassung verliert.
Als der Hebel ausrastete, stoppte die Maschine sofort.
Das Perfekt von „ausrasten“ wird immer mit „sein“ gebildet, da es eine plötzliche Zustandsänderung beschreibt. Es heißt also immer „ich bin ausgerastet“, nicht „ich habe ausgerastet“.
Sie ist gestern im Büro komplett ausgerastet.
In der Bedeutung „wütend werden“ ist „ausrasten“ ein sehr umgangssprachliches Wort. In formellen oder schriftlichen Kontexten würde man andere Ausdrücke verwenden.
Sag ihm die Wahrheit, aber pass auf, dass er nicht gleich wieder ausrastet.
„sich vergessen“ und „ausrasten“ haben beide mit dem Verlust der Selbstkontrolle zu tun. „sich vergessen“ klingt eher gehoben oder formell und meint allgemein, dass jemand sich unpassend benimmt. Es muss nicht immer ein lauter Wutanfall sein. „ausrasten“ ist umgangssprachlich und viel stärker: Jemand wird plötzlich sehr wütend und reagiert heftig. Im Alltag sagt man eher „ausrasten“, wenn jemand schreit oder sehr wütend wird. „sich vergessen“ passt eher in ruhigen oder schriftlichen Beschreibungen.

Nach dem Unfall rastet der Fahrer aus und schreit den anderen Mann an.
Beim Streit hat er sich kurz vergessen und sehr unhöflich gesprochen.