
berufen
Jemanden offiziell in ein hohes Amt oder eine wichtige Position einsetzen, insbesondere einen Wissenschaftler auf eine Professur.
Die Physikerin wurde an die Universität Berlin berufen.
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Jemanden offiziell in ein hohes Amt oder eine wichtige Position einsetzen, insbesondere einen Wissenschaftler auf eine Professur.
Die Physikerin wurde an die Universität Berlin berufen.

Etwas (z.B. ein Gesetz, ein Recht, eine Autorität) als Begründung oder Rechtfertigung für das eigene Handeln anführen.
Der Anwalt berief sich auf einen Präzedenzfall aus dem letzten Jahr.

Eine Versammlung, einen Rat oder ein Gremium offiziell einberufen; zu einer Sitzung zusammenrufen.
Der Vorstand hat eine außerordentliche Sitzung berufen.
„Berufen“ ist ein untrennbares Verb, das aus der Vorsilbe „be-“ und dem Verb „rufen“ (to call) besteht. Die Vorsilbe bleibt in allen Konjugationsformen fest mit dem Verb verbunden.
Man hat ihn in den Aufsichtsrat berufen.
Diese Bedeutung wird sehr oft im Passiv verwendet, um zu betonen, wer die Position erhält. Die Position wird oft mit „auf“ (+ Akk) oder „an“ (+ Akk) angegeben, besonders im akademischen Kontext.
Sie wurde auf eine Professur für Geschichte berufen.
Diese Bedeutung existiert nur als reflexive Konstruktion mit einer festen Präposition: „sich auf etwas berufen“. Das „etwas“ steht immer im Akkusativ und ist die Begründung oder Rechtfertigung.
Sie berief sich auf ihr Recht zu schweigen.
In der Bedeutung „einberufen“ wird das Verb mit Gremien oder Versammlungen kombiniert. Typische Objekte sind: eine Sitzung, eine Konferenz, einen Ausschuss oder einen Krisenstab berufen.
Der Präsident berief eine Sondersitzung des Parlaments.
Bei einer Professur können einstellen und berufen denselben Personalvorgang aus verschiedenen Blickwinkeln beschreiben. Einstellen betont das Arbeitsverhältnis, berufen die offizielle Ernennung auf die Professur. Für die akademische Ernennung passt daher berufen genauer.

Die Universität beruft die Wissenschaftlerin zum April auf eine Professur.
Die Universität stellt die Wissenschaftlerin ab April mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag ein.