
besorgen
Etwas für jemanden oder einen bestimmten Zweck beschaffen, einkaufen oder holen.
Könntest du auf dem Rückweg bitte noch Milch besorgen?
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Etwas für jemanden oder einen bestimmten Zweck beschaffen, einkaufen oder holen.
Könntest du auf dem Rückweg bitte noch Milch besorgen?

Eine Aufgabe oder eine Angelegenheit erledigen oder sich darum kümmern.
Ich muss noch die Tickets für das Konzert besorgen.

Sich etwas beschaffen, oft mit einer leicht informellen oder negativen Konnotation, z.B. eine Krankheit bekommen.
Wo hast du dir denn diese schlimme Erkältung besorgt?

Etwas Negatives verursachen oder herbeiführen.
Seine unüberlegten Äußerungen haben ihm eine Menge Ärger besorgt.

Umgangssprachlicher Ausdruck, der sexuelle Handlungen oder auch eine Abreibung in einem Konflikt bedeuten kann.
Im Streit hat er gedroht, es ihm so richtig zu besorgen.

Jemanden beunruhigen oder mit Sorge erfüllen. Diese Bedeutung ist eher formell oder veraltet.
Die Nachricht vom nahenden Sturm besorgte die Küstenbewohner sehr.
„Besorgen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „be-“ bleibt in allen Satzformen und Zeiten fest mit dem Verb „sorgen“ verbunden und wird nie am Satzende platziert.
Ich besorge die Getränke für die Party.
Sehr oft wird „besorgen“ mit einer Person im Dativ verwendet, um auszudrücken, für wen etwas beschafft oder erledigt wird. Die Struktur ist dann: Subjekt besorgt [Person im Dativ] [Sache im Akkusativ].
Kannst du mir bitte einen Kaffee besorgen?
In der Bedeutung „beschaffen“ wird das Verb häufig für alltägliche Besorgungen verwendet. Typische Objekte sind: Einkäufe, Getränke, Medikamente, ein Geschenk oder Eintrittskarten.
Ich gehe zur Apotheke, um die Medikamente für Oma zu besorgen.
Die reflexive Form „sich etwas besorgen“ wird oft informell und für negative Dinge verwendet, die man bekommt. Typisch ist die Kombination mit Krankheiten: „sich eine Erkältung besorgen“.
Zieh eine Jacke an, sonst besorgst du dir noch eine Lungenentzündung!
Die Redewendung „es jemandem besorgen“ ist stark umgangssprachlich und hat eine sehr direkte, oft aggressive oder sexuelle Bedeutung. Die Person, an die sich die Handlung richtet, steht im Dativ.
Er hat seinem Gegner gedroht: „Warte nur, dir werde ich es besorgen!“
Die Bedeutung „beunruhigen“ ist veraltet oder gehört in einen sehr formellen, schriftlichen Kontext. Im normalen Sprachgebrauch wird sie kaum noch aktiv verwendet, man sollte sie aber verstehen können.
Die wirtschaftliche Lage des Landes besorgte die Experten.
Holen und besorgen können beide bedeuten, dass man etwas mitbringt. Holen betont den Weg zu einem bekannten Ort und den Transport von dort. Besorgen betont stärker die Beschaffung oder den Einkauf, besonders wenn die Sache noch gefunden oder gekauft werden muss.

Ich besorge heute Nachmittag eine Torte für die Feier.
Ich hole die bereits bestellte Torte heute Nachmittag beim Bäcker.