
entbunden
In der gehobenen oder medizinischen Sprache der Zustand, ein Kind zur Welt gebracht zu haben. Es ist das Partizip II des Verbs „entbinden“.
Die Patientin wurde gestern von einem gesunden Jungen entbunden.
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In der gehobenen oder medizinischen Sprache der Zustand, ein Kind zur Welt gebracht zu haben. Es ist das Partizip II des Verbs „entbinden“.
Die Patientin wurde gestern von einem gesunden Jungen entbunden.

In der formellen oder juristischen Sprache der Zustand, von einer Pflicht, einem Versprechen oder einer Aufgabe befreit worden zu sein.
Nach Abschluss des Projekts war er von all seinen Verpflichtungen entbunden.
„Entbunden“ ist das Partizip II des untrennbaren Verbs „entbinden“. Die Vorsilbe „ent-“ bedeutet hier eine Befreiung oder Lösung von etwas, was die beiden Bedeutungen erklärt.
Der Arzt wird die Patientin morgen von ihren Pflichten entbinden.
Das Wort „entbunden“ gehört in beiden Bedeutungen einem formellen, gehobenen Sprachstil an. In der Alltagssprache würde man andere Formulierungen verwenden.
Sie wurde von ihrer Geheimhaltungspflicht offiziell entbunden.
Der Kontext macht die Bedeutung klar: Ein medizinischer oder familiärer Kontext deutet auf eine Geburt hin. Ein beruflicher, rechtlicher oder formeller Kontext deutet auf die Befreiung von einer Pflicht hin.
Die junge Mutter wurde im örtlichen Krankenhaus entbunden.
In der Bedeutung „befreit sein“ folgt fast immer die Präposition „von“ mit Dativ, um die Pflicht oder Aufgabe zu nennen, von der jemand befreit ist.
Er ist nun von der Verantwortung für dieses alte Projekt entbunden.
Befreien und entbunden können beide ausdrücken, dass jemand eine Pflicht oder Aufgabe nicht mehr erfüllen muss. Befreien ist die allgemeine Bezeichnung für das Wegnehmen einer Belastung; entbunden wirkt formeller und betont die Aufhebung einer bestehenden Bindung. In offiziellen Mitteilungen passt daher oft entbunden.

Der Arzt erklärte sie vorübergehend von ihrer täglichen Pflicht entbunden.
Der Arzt befreite sie vorübergehend von ihrer täglichen Pflicht.