
entfliehen
Sich durch Flucht aus einer Gefangenschaft, einem Ort der Unfreiheit oder einer gefährlichen Situation befreien.
Dem Häftling gelang es, aus dem Hochsicherheitsgefängnis zu entfliehen.
entfliehen – entfloh – ist entflohen
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Sich durch Flucht aus einer Gefangenschaft, einem Ort der Unfreiheit oder einer gefährlichen Situation befreien.
Dem Häftling gelang es, aus dem Hochsicherheitsgefängnis zu entfliehen.

Sich einer unangenehmen Situation, einem Gefühl oder einer Verantwortung entziehen, indem man sie vermeidet oder ignoriert.
Viele Menschen lesen Bücher, um dem grauen Alltag zu entfliehen.
| ich | entfliehe |
|---|---|
| du | entfliehst |
| er/sie/es | entflieht |
| wir | entfliehen |
| ihr | entflieht |
| sie | entfliehen |
| ich | entfloh |
|---|---|
| du | entflohst |
| er/sie/es | entfloh |
| wir | entflohen |
| ihr | entfloht |
| sie | entflohen |
| ich | bin entflohen |
|---|---|
| du | bist entflohen |
| er/sie/es | ist entflohen |
| wir | sind entflohen |
| ihr | seid entflohen |
| sie | sind entflohen |
| du | entflieh! entfliehe! |
|---|---|
| ihr | entflieht! |
| Sie | entfliehen Sie! |
| ich | war entflohen |
|---|---|
| du | warst entflohen |
| er/sie/es | war entflohen |
| wir | waren entflohen |
| ihr | wart entflohen |
| sie | waren entflohen |
| ich | werde entfliehen |
|---|---|
| du | wirst entfliehen |
| er/sie/es | wird entfliehen |
| wir | werden entfliehen |
| ihr | werdet entfliehen |
| sie | werden entfliehen |
| ich | entfliehe |
|---|---|
| du | entfliehest |
| er/sie/es | entfliehe |
| wir | entfliehen |
| ihr | entfliehet |
| sie | entfliehen |
Für die indirekte Rede.
| ich | entflöhe |
|---|---|
| du | entflöhest entflöhst |
| er/sie/es | entflöhe |
| wir | entflöhen |
| ihr | entflöhet entflöht |
| sie | entflöhen |
Für Wünsche und „würde“.
| Infinitiv | entfliehen |
|---|---|
| mit zu | zu entfliehen |
| Partizip I | entfliehend |
| Partizip II | entflohen |
„Entfliehen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „ent-“ bedeutet oft „weg von“ und verstärkt hier das Verb „fliehen“. Die Vorsilbe bleibt also immer mit dem Verb verbunden.
Er versucht, seiner Vergangenheit zu entfliehen.
Dieses Verb wird immer mit dem Dativ verwendet. Man entflieht „jemandem“ oder „etwas“.
Die Kinder entflohen dem lauten Lärm auf der Straße.
Da „entfliehen“ eine Bewegung oder eine Zustandsänderung beschreibt, wird das Perfekt mit dem Hilfsverb „sein“ gebildet.
Der Vogel ist aus dem Käfig entflohen.
Die übertragene Bedeutung erkennt man daran, dass man abstrakten Dingen entflieht. Konkrete Orte wie „Gefängnis“ oder „Lager“ deuten auf die wörtliche Bedeutung hin.
Manchmal möchte ich einfach der Realität entfliehen.
Im übertragenen Sinn wird „entfliehen“ oft mit abstrakten Nomen wie „dem Alltag“, „der Verantwortung“, „dem Stress“ oder „der Langeweile“ kombiniert.
Mit einem guten Buch kann man wunderbar dem Alltag entfliehen.
Fliehen und entfliehen können beide bedeuten, einer Gefahr oder Unfreiheit zu entkommen. Fliehen bezeichnet allgemein die dringliche Flucht, während entfliehen das Sich-Entfernen aus einer belastenden Situation stärker betont und oft gehobener klingt. In sachlichen Berichten passt meist fliehen, in gehobener Sprache auch entfliehen.

Der Gefangene konnte in der Nacht aus dem Lager entfliehen.
Die Bewohner mussten vor dem Feuer fliehen.