flüchten
Sich schnell von einem Ort entfernen, um einer Gefahr, Verfolgung oder einer unangenehmen Situation zu entkommen.
Die Bewohner mussten vor dem Hochwasser flüchten.

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Sich schnell von einem Ort entfernen, um einer Gefahr, Verfolgung oder einer unangenehmen Situation zu entkommen.
Die Bewohner mussten vor dem Hochwasser flüchten.

Das Verb „flüchten“ gehört zu einer Wortfamilie mit „die Flucht“ (die Handlung) und „der Flüchtling“ (die Person, die flüchtet). Diese Wörter teilen die Grundbedeutung des schnellen Verlassens eines gefährlichen Ortes.
Die Familie war auf der Flucht und musste aus ihrer Heimat flüchten.
„Flüchten“ beschreibt eine Bewegung von einem Ort weg. Deshalb wird das Perfekt immer mit dem Hilfsverb „sein“ gebildet, nicht mit „haben“.
Der Dieb ist über das Dach geflüchtet.
Achten Sie auf die Präpositionen: Man flüchtet „vor“ einer Gefahr (Dativ), „aus“ einem Ort (Dativ) und „in“ oder „nach“ ein anderes Land (Akkusativ).
Viele Menschen mussten aus ihrer Stadt vor dem Krieg flüchten.
In dieser Bedeutung ist das Verb immer reflexiv: „sich flüchten“. Es wird mit der Präposition „in“ und dem Akkusativ verwendet und beschreibt eine psychologische Flucht in eine Aktivität oder einen Zustand.
Er flüchtet sich oft in seine Fantasiewelt, um dem Stress zu entkommen.
„rüber“ in „rübermachen“ und „flüchten“ können beide eine Flucht aus einer schwierigen Situation beschreiben. „flüchten“ ist allgemein und passt, wenn jemand vor Gefahr, Verfolgung oder einer unangenehmen Situation weggeht. „rübermachen“ ist umgangssprachlich und historisch enger: Es meint besonders die Flucht oder Übersiedlung von der DDR in die Bundesrepublik. Deshalb ist „flüchten“ in den meisten heutigen Situationen natürlicher. „rübermachen“ passt nur, wenn genau dieser historische Wechsel auf die andere Seite gemeint ist.

Bei starkem Rauch flüchten die Gäste aus dem Restaurant.
In dem alten Film macht eine Familie heimlich in den Westen rüber.