ernten
Die reifen Früchte, das Gemüse oder Getreide vom Feld, von Bäumen oder Pflanzen einsammeln.
Im Herbst ernten die Bauern den Mais.

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Die reifen Früchte, das Gemüse oder Getreide vom Feld, von Bäumen oder Pflanzen einsammeln.
Im Herbst ernten die Bauern den Mais.

Das Verb „ernten“ gehört zum Nomen „die Ernte“. „Ernten“ ist die Tätigkeit, bei der man die reifen Feldfrüchte, also die Ernte, einsammelt.
Nachdem die Bauern den ganzen Sommer gearbeitet hatten, konnten sie im Herbst endlich ernten.
Sie erkennen die Bedeutung am Objekt des Verbs. Handelt es sich um Pflanzen oder Früchte, ist die wörtliche Bedeutung gemeint. Handelt es sich um eine abstrakte Reaktion, ist die übertragene Bedeutung gemeint.
Wir ernten die Kirschen direkt vom Baum.
In seiner wörtlichen Bedeutung wird „ernten“ mit landwirtschaftlichen Produkten kombiniert. Typisch sind: „Obst ernten“, „Gemüse ernten“, „Getreide ernten“ oder „Weintrauben ernten“.
Die Winzer beginnen nächste Woche, die Weintrauben zu ernten.
In der übertragenen Bedeutung beschreibt „ernten“ das Ergebnis einer Handlung. Häufige Kombinationen sind: „Lob ernten“, „Kritik ernten“, „Applaus ernten“ oder „Bewunderung ernten“.
Mit ihrer Präsentation erntete die Studentin viel Lob vom Professor.
„bekommen“ und „ernten“ können beide ausdrücken, dass jemand eine Reaktion oder ein Ergebnis erhält. „bekommen“ ist dabei das normale, breite Wort: Man kann Lob, Hilfe, eine Antwort oder Kritik bekommen. „ernten“ benutzt man im übertragenen Sinn, wenn eine Reaktion klar die Folge einer Handlung ist. Man erntet zum Beispiel Lob für gute Arbeit oder Kritik für einen Fehler. Die Wörter können verwechselt werden, weil beide bei Lob und Kritik möglich sind. „ernten“ klingt aber bildlicher und betont stärker: Das Ergebnis kommt wegen dem, was jemand vorher getan hat.

Für ihre klare Präsentation erntete Sofia viel Lob vom Team.
Jan bekommt bei der Arbeit oft schnelle Antworten von seiner Kollegin.