erwägen
Sorgfältig und gründlich über eine Möglichkeit, einen Plan oder eine Entscheidung nachdenken, oft indem man die Argumente dafür und dagegen abwägt.
Wir erwägen ernsthaft, uns ein Elektroauto zu kaufen.

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Sorgfältig und gründlich über eine Möglichkeit, einen Plan oder eine Entscheidung nachdenken, oft indem man die Argumente dafür und dagegen abwägt.
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Das Verb „erwägen“ ist mit „wiegen“ und „Waage“ verwandt. Es beschreibt bildlich, wie man Argumente oder Möglichkeiten wie Gewichte auf einer Waage im Geist abwägt. Die Vorsilbe „er-“ macht das Verb untrennbar.
Sie hat die Vor- und Nachteile sorgfältig gegeneinander erwogen.
Auf „erwägen“ folgt oft entweder ein Nomen im Akkusativ, eine Infinitivkonstruktion mit „zu“ oder ein Nebensatz mit „ob“.
Die Firma erwägt einen Umzug.
„Erwägen“ ist ein Wort des gehobenen Sprachgebrauchs und wird oft in formellen oder schriftlichen Kontexten verwendet. Es drückt einen sorgfältigeren und gründlicheren Denkprozess aus.
Das Gericht wird die neuen Beweise in seiner Entscheidung erwägen.
Häufige Kombinationen sind „ernsthaft erwägen“, „einen Plan erwägen“, „eine Alternative erwägen“ oder „rechtliche Schritte erwägen“.
Wir erwägen ernsthaft, das Angebot anzunehmen.
„in Betracht ziehen“ und „erwägen“ bedeuten beide, dass man über eine Möglichkeit nachdenkt. „in Betracht ziehen“ ist eine feste Wendung und klingt in vielen Alltagssituationen natürlich: Man denkt daran, dass etwas möglich sein könnte. „erwägen“ klingt etwas formeller und betont stärker, dass man sorgfältig über Vor- und Nachteile nachdenkt. Beide Wörter passen also bei Plänen und Entscheidungen, aber „erwägen“ wirkt oft ernster oder offizieller.

Herr Neumann hat erwogen, wegen der Arbeit später anzureisen.
Omar zieht in Betracht, den Termin wegen der Prüfung zu verschieben.