
erzwingen
Etwas gegen den Willen einer anderen Person oder gegen Widerstände mit Druck, Gewalt oder Autorität durchsetzen.
Die Polizei musste den Zutritt zum Gebäude erzwingen.
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Etwas gegen den Willen einer anderen Person oder gegen Widerstände mit Druck, Gewalt oder Autorität durchsetzen.
Die Polizei musste den Zutritt zum Gebäude erzwingen.

Etwas durch große Anstrengung oder Hartnäckigkeit erreichen, das nicht von selbst geschehen würde, oft im sportlichen Kontext.
Die Mannschaft konnte in letzter Minute noch den Ausgleich erzwingen.
„Erzwingen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „er-“ bleibt immer mit dem Stamm „zwingen“ verbunden und wird nicht am Satzende platziert.
Man kann Respekt nicht erzwingen.
Das Verb „erzwingen“ benötigt immer ein Akkusativobjekt. Dieses Objekt ist die Sache, die durchgesetzt oder erreicht wird.
Der Streik sollte höhere Löhne erzwingen.
In der Bedeutung „durchsetzen“ wird „erzwingen“ oft mit abstrakten Nomen wie „eine Entscheidung“, „eine Antwort“, „Gehorsam“ oder „einen Zugang“ kombiniert.
Der Anwalt will mit einer Klage die Veröffentlichung der Dokumente erzwingen.
Diese Bedeutung von „erzwingen“ wird sehr häufig im Sport verwendet. Typische Kombinationen sind „ein Tor erzwingen“, „einen Elfmeter erzwingen“ oder „einen Sieg erzwingen“. Es beschreibt ein Ergebnis, das durch Kampf und großen Einsatz erreicht wird.
Der Stürmer konnte kurz vor Schluss den Siegtreffer erzwingen.
Erreichen und erzwingen können beide ein erfolgreiches Ergebnis nach Anstrengung beschreiben. Erreichen stellt den Erfolg neutral als verwirklichtes Ziel dar. Erzwingen betont dagegen, dass das Ergebnis nur durch große Hartnäckigkeit oder starken Druck gegen Widerstände zustande kam.

Mit ständigem Druck erzwingt die Mannschaft kurz vor Schluss den Ausgleich.
Mit einem schnellen Angriff erreicht die Mannschaft den Ausgleich.