förmlich
Den gesellschaftlichen Umgangsformen entsprechend steif, offiziell und unpersönlich.
Die Begrüßung durch den Direktor war sehr förmlich und distanziert.

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Den gesellschaftlichen Umgangsformen entsprechend steif, offiziell und unpersönlich.
Die Begrüßung durch den Direktor war sehr förmlich und distanziert.

Das Wort leitet sich von „die Form“ ab. Etwas, das „förmlich“ ist, folgt strengen gesellschaftlichen Formen oder Regeln.
Bei dem Staatsbesuch ging es sehr förmlich zu.
Beschreibt „förmlich“ eine Person oder Situation als steif und offiziell, ist die erste Bedeutung gemeint. Verstärkt es ein Verb oder Adjektiv im Sinne von „geradezu“, ist die zweite Bedeutung gemeint.
Die Atmosphäre bei dem Treffen war eher förmlich.
In der Bedeutung „offiziell“ wird das Wort oft für Kommunikation und Verhalten verwendet: eine förmliche Anrede (z.B. „Sehr geehrte Damen und Herren“), ein förmliches Schreiben oder eine förmliche Einladung.
In Geschäftsbriefen ist eine förmliche Anrede üblich.
In der verstärkenden Bedeutung steht „förmlich“ direkt vor dem Wort, das es betont. Es beschreibt oft eine starke, fast übertriebene Reaktion oder einen Zustand.
Nach der langen Wanderung war ich förmlich ausgehungert.
„offiziell“ und „förmlich“ können beide einen steifen, unpersönlichen Umgang beschreiben. „förmlich“ passt besonders gut, wenn es um Sprache, Kleidung, Höflichkeit oder gesellschaftliche Regeln geht. „offiziell“ kann auch so klingen, hat aber oft zusätzlich die Idee von Amt, Funktion oder öffentlicher Rolle. Lernende können die Wörter verwechseln, weil ein offizieller Anlass oft auch förmlich ist. Praktisch gilt: Wenn du den Stil meinst, ist „förmlich“ genauer. Wenn du die amtliche oder dienstliche Seite meinst, passt „offiziell“ besser.

Im Brief an die Ärztin wählt Mehmet eine förmliche Anrede.
Der Empfang beim Bürgermeister war sehr offiziell.