das Gemüt
Die allgemeine seelische und emotionale Verfassung oder der Charakter einer Person; die Art, wie jemand fühlt und denkt.
Er hat ein ruhiges Gemüt und lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen.

Gemüt
Loading your saved state.
Die allgemeine seelische und emotionale Verfassung oder der Charakter einer Person; die Art, wie jemand fühlt und denkt.
Er hat ein ruhiges Gemüt und lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen.

„Gemüt“ gehört zur Wortfamilie von „Mut“. Während „Mut“ Tapferkeit bedeutet, beschreibt „Gemüt“ die innere seelische Verfassung. Auch das Adjektiv „gemütlich“ ist verwandt und beschreibt etwas, das dem Gemüt guttut.
Seine positive Art sorgt für eine gemütliche Atmosphäre.
Um den Charakter einer Person zu beschreiben, wird „Gemüt“ oft mit Adjektiven wie „heiter“, „ruhig“, „sanft“ oder „sonnig“ kombiniert.
Meine Großmutter hat ein sehr sanftes Gemüt.
Im Plural beschreibt „die Gemüter“ die Stimmung einer Gruppe. Typische Verben in diesem Zusammenhang sind „die Gemüter erhitzen“ (wütend machen) und „die Gemüter beruhigen“.
Die Diskussion erhitzte schnell die Gemüter.
Die Redewendung „jemandem aufs Gemüt schlagen“ hat eine feste Struktur. Die Person, die traurig wird, steht immer im Dativ.
Die ständige Kritik schlägt ihm sichtlich aufs Gemüt.
„das Herz“ und „das Gemüt“ können beide mit Gefühlen und dem Inneren eines Menschen zu tun haben. „das Herz“ benutzt man oft, wenn es um Liebe, Mitgefühl, Mut oder den Charakter geht. „das Gemüt“ meint eher die seelische Stimmung oder die Art, wie jemand innerlich fühlt und reagiert. Es klingt etwas gehobener und kommt oft in festen Ausdrücken vor, zum Beispiel wenn etwas jemandem „aufs Gemüt schlägt“. Die Wörter können verwechselt werden, weil beide nicht den Körper, sondern die innere Seite eines Menschen meinen. Für Liebe und Mitgefühl passt meist „Herz“; für Stimmung und seelische Verfassung passt „Gemüt“ besser.

Der lange Regen schlägt ihr langsam aufs Gemüt.
Meine Nachbarin hat ein gutes Herz und hilft oft älteren Menschen.