
die Gnade
Ein Akt der Barmherzigkeit, des Verzeihens oder des Straferlasses, besonders von jemandem in einer Machtposition.
Der zum Tode Verurteilte richtete ein Gnadengesuch an den Präsidenten.
Gnade
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Ein Akt der Barmherzigkeit, des Verzeihens oder des Straferlasses, besonders von jemandem in einer Machtposition.
Der zum Tode Verurteilte richtete ein Gnadengesuch an den Präsidenten.

In religiösem Kontext die unverdiente, liebende Zuwendung Gottes zu den Menschen.
Im Christentum ist die göttliche Gnade ein zentraler Glaubensinhalt.

Rücksichtslos, unbarmherzig oder brutal.
Der Boxer griff seinen Gegner ohne Gnade an.
Von „Gnade“ leiten sich das Adjektiv „gnädig“ (barmherzig) und das Verb „begnadigen“ (eine Strafe erlassen) ab. Alle Wörter teilen die Grundidee des Verzeihens aus einer Machtposition.
Der König erwies sich als gnädiger Herrscher.
Das Wort „Gnade“ gehört eher zur gehobenen oder formellen Sprache. Im Alltag wird es seltener verwendet, außer in festen Wendungen wie „ohne Gnade“.
Er bat um Gnade, aber der Richter blieb hart.
Im juristischen oder machtpolitischen Kontext wird „Gnade“ oft mit Verben wie „bitten“, „anflehen“, „gewähren“ oder „suchen“ kombiniert. Eine typische Wendung ist „ein Gnadengesuch stellen“.
Der Gefangene flehte den König um Gnade an.
Die Bedeutung der „göttlichen Zuwendung“ ist fast ausschließlich auf religiöse oder theologische Texte und Gespräche beschränkt. Signalwörter sind „Gott“, „göttlich“ oder „Sünder“.
In seiner Predigt sprach der Pfarrer über die Gnade Gottes.
Die Wendung „ohne Gnade“ wird wie ein Adverb verwendet und bedeutet „rücksichtslos“ oder „unbarmherzig“. Sie beschreibt eine Handlung, die keine Milde zeigt.
Die Mannschaft kämpfte ohne Gnade um den Sieg.
Die Gnade und die Gunst können beide eine positive Entscheidung einer mächtigen Person bezeichnen. Gnade bedeutet dabei vor allem, dass jemand aus Barmherzigkeit auf eine verdiente Strafe oder einen Vorwurf verzichtet. Gunst zeigt eher Wohlwollen oder Bevorzugung ohne diesen Gedanken an Schuld und Schonung.

Der König gewährte dem besiegten Feind Gnade und ließ ihn frei.
Der König gewährte dem talentierten Musiker seine Gunst und lud ihn an den Hof ein.