
sich hingeben
Sich einer Tätigkeit, einem Gefühl oder einer Leidenschaft voll und ganz widmen und darin aufgehen.
Nach einem langen Tag gab er sich ganz der Musik hin.
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Sich einer Tätigkeit, einem Gefühl oder einer Leidenschaft voll und ganz widmen und darin aufgehen.
Nach einem langen Tag gab er sich ganz der Musik hin.

Jemandem etwas geben oder überreichen; etwas aus der Hand geben.
Widerstrebend gab er dem Polizisten seinen Führerschein hin.

Sich einer anderen Person sexuell überlassen; mit jemandem schlafen. Diese Bedeutung kann veraltet oder literarisch wirken.
In dem Roman gibt sie sich dem Helden nach langem Zögern hin.

Etwas Wertvolles, wie das eigene Leben, für eine höhere Sache opfern.
Er war bereit, sein Leben für die Freiheit seines Landes hinzugeben.
„Hingeben“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „hin-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Er gibt sich ganz der Malerei hin.
In der Bedeutung „sich widmen“ ist das Verb reflexiv und die Sache, der man sich widmet, steht im Dativ. Die Struktur lautet: sich (Akk) einer Sache (Dat) hingeben.
Am Wochenende gibt sie sich ganz ihrer Leidenschaft für das Gärtnern hin.
Wenn „hingeben“ „überreichen“ bedeutet, braucht es meist eine Person im Dativ (wem man es gibt) und eine Sache im Akkusativ (was man gibt).
Er musste dem Beamten seinen Pass hingeben.
In der Bedeutung „opfern“ wird „hingeben“ oft mit sehr wertvollen, abstrakten Dingen verwendet. Typische Objekte sind „sein Leben“, „seine Jugend“ oder „sein Vermögen“.
Die Heldin im Film war bereit, ihr Leben für ihre Freunde hinzugeben.
Beide Verben können das Überreichen eines Gegenstands bezeichnen. Abgeben ist weiter gefasst und passt auch beim Hinterlassen an einer vorgesehenen Stelle. Hingeben richtet den Blick stärker auf das unmittelbare Geben aus der Hand an eine Person.

Mara gibt dem Beamten den Umschlag direkt hin.
Mara gibt den Umschlag am Schalter ab.