sich hingeben
Sich einer Tätigkeit, einem Gefühl oder einer Leidenschaft voll und ganz widmen und darin aufgehen.
Nach einem langen Tag gab er sich ganz der Musik hin.

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Sich einer Tätigkeit, einem Gefühl oder einer Leidenschaft voll und ganz widmen und darin aufgehen.
Nach einem langen Tag gab er sich ganz der Musik hin.

„Hingeben“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „hin-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Er gibt sich ganz der Malerei hin.
In der Bedeutung „sich widmen“ ist das Verb reflexiv und die Sache, der man sich widmet, steht im Dativ. Die Struktur lautet: sich (Akk) einer Sache (Dat) hingeben.
Am Wochenende gibt sie sich ganz ihrer Leidenschaft für das Gärtnern hin.
Wenn „hingeben“ „überreichen“ bedeutet, braucht es meist eine Person im Dativ (wem man es gibt) und eine Sache im Akkusativ (was man gibt).
Er musste dem Beamten seinen Pass hingeben.
In der Bedeutung „opfern“ wird „hingeben“ oft mit sehr wertvollen, abstrakten Dingen verwendet. Typische Objekte sind „sein Leben“, „seine Jugend“ oder „sein Vermögen“.
Die Heldin im Film war bereit, ihr Leben für ihre Freunde hinzugeben.
„übergeben“ und „hingeben“ können beide bedeuten, dass man etwas aus der Hand gibt. „übergeben“ klingt aber meistens formeller oder offizieller, zum Beispiel bei Dokumenten, Schlüsseln oder einem Gegenstand bei einer Kontrolle. „hingeben“ in dieser Bedeutung ist seltener und klingt oft gehoben oder literarisch. Im Alltag sagt man dafür meist eher „geben“ oder „überreichen“. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide mit Geben zu tun haben. Praktisch ist: Für offizielle oder klare Übergaben passt „übergeben“ viel natürlicher.

Der alte König gab dem Boten den Ring hin und bat ihn um Hilfe.
Nach der Besichtigung übergab der Vermieter der neuen Mieterin die Schlüssel.