legen
Etwas in eine liegende, horizontale Position bringen oder an einen bestimmten Ort tun.
Sie legte das schlafende Baby vorsichtig in sein Bett.

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Etwas in eine liegende, horizontale Position bringen oder an einen bestimmten Ort tun.
Sie legte das schlafende Baby vorsichtig in sein Bett.

„Legen“ beschreibt eine Bewegung an einen Ort und braucht deshalb fast immer eine Ergänzung im Akkusativ. Man fragt: Wen oder was lege ich? Wohin lege ich es?
Ich lege den Stift auf den Tisch.
Die reflexive Form „sich legen“ bedeutet, dass eine Person oder ein Tier sich selbst in eine liegende Position bringt. Auch hier folgt oft eine „wohin?“-Angabe im Akkusativ.
Nach dem langen Tag möchte ich mich nur noch aufs Sofa legen.
Wenn das Subjekt etwas Abstraktes oder ein Naturphänomen ist (z.B. der Sturm, die Aufregung, der Schmerz), bedeutet „sich legen“, dass es an Stärke verliert oder aufhört.
Der Wind hat sich über Nacht gelegt.
Die Wendung „Wert legen auf etwas“ ist fest und wird immer mit der Präposition „auf“ und dem Akkusativ verwendet. Sie bedeutet, dass man etwas für wichtig hält.
Er legt viel Wert auf eine gesunde Ernährung.
In der Biologie ist „Eier legen“ eine feste Kollokation, die beschreibt, wie bestimmte Tiere (Vögel, Insekten, Reptilien) ihre Eier produzieren.
Die Schildkröte hat ihre Eier am Strand gelegt.
Die Redewendung „den Grundstein legen für etwas“ ist eine feste Verbindung. Sie wird mit der Präposition „für“ und dem Akkusativ gebraucht und bedeutet, die Basis für etwas Zukünftiges zu schaffen.
Mit diesem Vertrag legen wir den Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
„tun“ und „legen“ können beide bedeuten, dass man etwas an einen Ort bringt. „tun“ ist dabei sehr allgemein und oft umgangssprachlich: Man kann etwas in die Tasche tun oder auf den Tisch tun. „legen“ ist genauer, weil es meist bedeutet, dass etwas liegt oder in eine liegende Position kommt. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide mit einem Ort verbunden sein können. Wenn die Position wichtig ist, klingt „legen“ natürlicher. Wenn man nur allgemein sagt, wohin etwas kommt, kann „tun“ passen, besonders in der gesprochenen Sprache.

Lisa legt ihr Handy auf den Tisch, bevor sie kocht.
Kannst du die Milch bitte in den Kühlschrank tun?