stellen
Etwas an einen bestimmten Ort in eine aufrechte Position bringen.
Kannst du bitte die Gläser in den Schrank stellen?

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Etwas an einen bestimmten Ort in eine aufrechte Position bringen.
Kannst du bitte die Gläser in den Schrank stellen?

In seiner Grundbedeutung hat „stellen“ ein festes Satzmuster: Jemand stellt etwas (Akkusativ) an einen Ort (Akkusativ). Die Ortsangabe steht im Akkusativ, weil es eine Bewegung zu einem Zielort beschreibt.
Ich stelle die Milch in den Kühlschrank.
Das Verb „stellen“ kann reflexiv verwendet werden („sich stellen“). Dabei verändert sich die Bedeutung stark. Es kann bedeuten, sich einer Autorität zu ergeben oder sich einer Herausforderung zu widmen.
Der Dieb hat sich am nächsten Tag der Polizei gestellt.
„Stellen“ ist das Grundverb für viele wichtige Verben mit Präfixen, wie bestellen, vorstellen, herstellen oder einstellen. Wenn du „stellen“ erkennst, kannst du oft die Bedeutung dieser komplexeren Verben leichter erschließen.
Können wir Pizza bestellen?
Die Kombination „eine Frage stellen“ ist eine sehr häufige und feste Wendung. Die Person, die gefragt wird, steht dabei im Dativ.
Darf ich Ihnen eine persönliche Frage stellen?
Wenn man sich einer Sache stellt (z.B. einer Angst, einem Problem), steht diese Sache im Dativ. Das Muster lautet: sich + Dativobjekt + stellen.
Er muss sich endlich seiner Verantwortung stellen.
In dieser Bedeutung wird „stellen“ fast immer mit Geräten verwendet, die eine Zeit anzeigen oder messen. Typische Kombinationen sind „den Wecker stellen“, „die Uhr stellen“ oder „den Timer stellen“.
Hast du den Wecker auf 7:00 Uhr gestellt?
Die Wendung „zur Verfügung stellen“ hat eine feste Struktur: Jemand (Subjekt) stellt jemandem (Dativ) etwas (Akkusativ) zur Verfügung.
Die Firma stellt ihren Mitarbeitern Laptops zur Verfügung.
„Einen Antrag stellen“ ist eine feste Verbindung, die oft im bürokratischen Kontext verwendet wird. Man stellt einen Antrag „auf“ etwas (Akkusativ) oder „bei“ einer Institution (Dativ).
Sie hat bei der Behörde einen Antrag auf Wohngeld gestellt.
Diese Bedeutung von „stellen“ findet man fast ausschließlich in Kontexten, in denen jemand verfolgt und konfrontiert wird, z.B. in Krimis oder Nachrichten über Verbrechen.
Die Polizei konnte den flüchtigen Bankräuber nach kurzer Verfolgung stellen.
Die Wendung „eine Diagnose stellen“ gehört fest zum medizinischen Sprachgebrauch. Nur Ärzte oder Fachleute können eine Diagnose stellen.
Es war für die Ärztin nicht einfach, die richtige Diagnose zu stellen.
Die Wendung „etwas in Frage stellen“ bedeutet, etwas anzuzweifeln. Das, was man bezweifelt, steht als Akkusativobjekt.
Einige Wissenschaftler stellen diese ganze Theorie in Frage.
Das Verb „sich verstellen“ ist mit „stellen“ verwandt. Die untrennbare Vorsilbe „ver-“ verändert hier die Bedeutung zu „so tun als ob“ oder „vortäuschen“.
Er verstellte seine Stimme am Telefon, damit man ihn nicht erkennt.
„tun“ und „stellen“ können beide bedeuten, dass man etwas an einen Ort bringt. Der Unterschied ist wichtig: „stellen“ benutzt man, wenn man etwas in eine aufrechte Position oder auf eine Fläche bringt, zum Beispiel eine Flasche auf den Tisch. „tun“ ist in dieser Bedeutung sehr allgemein und eher umgangssprachlich. Man sagt zum Beispiel „Tu das Buch in die Tasche“, aber in vielen Situationen klingt ein genaueres Verb besser. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide eine Bewegung zu einem Ort beschreiben. Für aufrechte Dinge ist „stellen“ meist genauer.

Er stellt die Wasserflasche neben seinen Laptop.
Tu die Bananen bitte in den Korb.