
jemandem etwas leihen
Jemandem etwas für eine bestimmte Zeit zur Verfügung stellen, mit der Erwartung, es zurückzubekommen.
Kannst du mir für die Party dein schwarzes Kleid leihen?
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Jemandem etwas für eine bestimmte Zeit zur Verfügung stellen, mit der Erwartung, es zurückzubekommen.
Kannst du mir für die Party dein schwarzes Kleid leihen?

Etwas von jemandem für eine bestimmte Zeit nehmen, mit der Absicht, es zurückzugeben.
Ich muss mir in der Bibliothek noch ein paar Bücher für meine Hausarbeit leihen.

Eine bildliche Wendung, die bedeutet, jemandem aufmerksam und mitfühlend zuzuhören.
Wenn du mal jemanden zum Reden brauchst, ich leihe dir immer gerne mein Ohr.
Das Verb 'leihen' beschreibt zwei Richtungen: Geben und Nehmen. Die grammatische Struktur mit Dativ und Akkusativ sowie das Reflexivpronomen 'sich' zeigen, wer gibt und wer empfängt.
Ich leihe dir mein Buch.
Wenn du jemandem etwas leihst, steht die Person, die etwas bekommt, im Dativ. Die Sache, die du weggibst, steht im Akkusativ. Die Struktur ist: Subjekt leiht [Person im Dativ] [Sache im Akkusativ].
Mein Bruder leiht mir sein Auto für das Wochenende.
Wenn du dir etwas leihst, benutzt du das reflexive Verb 'sich leihen'. Die Person, von der du etwas bekommst, wird mit 'von + Dativ' genannt. Die Struktur ist: Subjekt leiht sich [Sache im Akkusativ] von [Person im Dativ].
Ich habe mir das Werkzeug von meinem Nachbarn geliehen.
Die Wendung 'jemandem sein Ohr leihen' ist bildlich gemeint und bedeutet 'aufmerksam zuhören'. Die Struktur ist fest: Die Person, der man zuhört, steht im Dativ.
Mein bester Freund leiht mir immer sein Ohr, wenn ich Probleme habe.
Einen Kredit nimmt man bei einer Bank oder Institution auf. Geld kann man sich allgemeiner von jemandem leihen; für die Perspektive des Empfängers steht leihen dabei reflexiv. Bei einem Bankkredit passt daher aufnehmen, bei Geld von einer Person meist sich leihen.

Für den Hauskauf leiht sie sich Geld von ihren Eltern.
Für den Hauskauf nimmt sie bei der Bank einen Kredit auf.