
löhnen
Umgangssprachlich für bezahlen, oft mit der Konnotation, dass man das Geld nur widerwillig oder für etwas Unangenehmes ausgibt.
Für das Falschparken musste ich ordentlich löhnen.
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Umgangssprachlich für bezahlen, oft mit der Konnotation, dass man das Geld nur widerwillig oder für etwas Unangenehmes ausgibt.
Für das Falschparken musste ich ordentlich löhnen.

Veraltet für jemanden für seine Arbeit oder eine Dienstleistung entlohnen oder belohnen.
Der Gutsherr löhnte die Tagelöhner am Ende der Woche für ihre harte Arbeit auf dem Feld.
Das Verb „löhnen“ ist eng mit dem Nomen „der Lohn“ (Gehalt, Belohnung) verwandt. Es beschreibt die Handlung, einen Lohn zu zahlen oder – umgangssprachlich – für etwas bezahlen zu müssen.
Früher löhnte der Bauer seine Arbeiter mit Naturalien.
In dieser Bedeutung wird „löhnen“ umgangssprachlich verwendet und hat eine negative Konnotation. Man benutzt es oft, wenn man widerwillig für einen Fehler, eine Strafe oder etwas Teures bezahlen muss.
Wer zu schnell fährt und geblitzt wird, muss dafür ordentlich löhnen.
Typischerweise wird „löhnen“ mit der Präposition „für“ und einem Akkusativobjekt verwendet, das den Grund für die Zahlung nennt. Oft steht es auch mit dem Adverb „ordentlich“, um eine hohe Summe zu betonen.
Für die Reparatur meines alten Autos musste ich fast 500 Euro löhnen.
Diese Bedeutung von „löhnen“ als neutrales Wort für „entlohnen“ ist veraltet. Man findet sie heute fast nur noch in historischen oder literarischen Texten.
In dem alten Roman stand, dass der König seine treuen Soldaten gut löhnte.
Bezahlen und löhnen können beide ausdrücken, dass man Geld für etwas ausgibt. Bezahlen ist neutral und allgemein passend, während löhnen umgangssprachlich wirkt und oft zeigt, dass die Ausgabe unangenehm ist oder widerwillig erfolgt. In einer sachlichen Rechnungssituation passt deshalb bezahlen besser.

Für die Reparatur musste ich eine Menge Geld löhnen.
Ich muss die hohe Hotelrechnung morgen bezahlen.