
raten
Eine Vermutung über etwas anstellen, ohne die Antwort sicher zu wissen.
Ich weiß die Antwort nicht, ich kann nur raten.
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Eine Vermutung über etwas anstellen, ohne die Antwort sicher zu wissen.
Ich weiß die Antwort nicht, ich kann nur raten.

Jemandem eine Empfehlung oder einen Ratschlag geben, was er tun sollte.
Der Arzt hat mir geraten, mehr Sport zu treiben.
Die Bedeutung von „raten“ hängt stark vom Satzbau ab. Steht das Verb allein oder mit einem Akkusativobjekt, bedeutet es „vermuten“. Folgt jedoch eine Person im Dativ, bedeutet es „empfehlen“.
Rate mal, wen ich heute getroffen habe!
Das Verb „raten“ ist die Wurzel für die Nomen „der Rat“ und „der Ratschlag“. Beide bedeuten „Empfehlung“ und helfen, sich die zweite Bedeutung des Verbs zu merken.
Mein Vater gab mir den guten Rat, immer ehrlich zu sein.
Wenn „raten“ „vermuten“ bedeutet, wird es oft in festen Wendungen gebraucht. Beispiele sind „richtig oder falsch raten“, „ins Blaue raten“ (ohne Wissen vermuten) oder in der Aufforderung „Rate mal!“.
Er wusste die Antwort nicht und hat einfach nur ins Blaue geraten.
Wenn Sie jemandem einen Rat geben, steht die Person immer im Dativ. Die Empfehlung selbst folgt oft als Nebensatz mit „dass“ oder als Infinitivkonstruktion mit „zu“.
Ich habe ihm geraten, sich für den Job zu bewerben.
Beide Wörter können einen Rat zu einer konkreten Entscheidung ausdrücken. Empfehlen stellt die gewählte Möglichkeit ausdrücklich als gut dar, während raten stärker einen persönlichen Ratschlag für das Handeln oder auch eine Warnung bezeichnet. Für eine positive Auswahl passt eher empfehlen, für einen praktischen Hinweis eher raten.

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