beraten
Jemandem fachkundigen Rat oder eine Empfehlung zu einem bestimmten Thema geben.
Die Bankangestellte hat mich gut zu den verschiedenen Anlagemöglichkeiten beraten.

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Jemandem fachkundigen Rat oder eine Empfehlung zu einem bestimmten Thema geben.
Die Bankangestellte hat mich gut zu den verschiedenen Anlagemöglichkeiten beraten.

„Beraten“ ist ein untrennbares Verb, das von „raten“ (jemandem raten) kommt. Durch die Vorsilbe „be-“ ändert sich der Kasus: Man berät immer jemanden im Akkusativ.
Ein Anwalt hat ihn in dieser Sache beraten.
Das Verb „beraten“ gehört zur Wortfamilie von „der Rat“ (advice). Eine Person, die jemanden berät, ist „der Berater“ oder „die Beraterin“.
Wir brauchen den Rat eines Experten.
Wenn man das Thema der Beratung nennen möchte, verwendet man meist die Präpositionen „zu“ + Dativ oder „über“ + Akkusativ.
Er berät Unternehmen zu Nachhaltigkeitsstrategien.
Eine sehr häufige und nützliche Konstruktion ist „sich beraten lassen“. Sie bedeutet, dass man aktiv den Rat eines Experten sucht.
Vor dem Hauskauf sollte man sich von einem Fachmann beraten lassen.
Die reflexive Form „sich beraten“ bedeutet, dass eine Gruppe von Personen etwas gemeinsam bespricht, um eine Entscheidung zu treffen. Es ist eine gegenseitige Handlung.
Das Team berät sich gerade über das weitere Vorgehen.
„empfehlen“ und „beraten“ haben beide mit Rat zu tun. „Empfehlen“ benutzt man, wenn jemand sagt, welche Sache oder Handlung er gut findet. Es ist oft eine konkrete Empfehlung. „Beraten“ ist breiter: Jemand erklärt Möglichkeiten, gibt Informationen und hilft bei einer Entscheidung, oft fachkundig. Man kann jemanden beraten und am Ende etwas empfehlen. Die Verwechslung entsteht, weil beides in Entscheidungssituationen vorkommt. Merksatz: „beraten“ ist der ganze Hilfeprozess, „empfehlen“ ist oft der konkrete Vorschlag.

Im Reisebüro berät uns Herr Kaya zu verschiedenen Hotels am Meer.
Meine Ärztin empfiehlt mir mehr Bewegung und weniger Stress.