jemandem etwas nahelegen
Jemandem etwas eindringlich empfehlen oder zu etwas raten. Es ist eine stärkere Form von „vorschlagen“.
Ich möchte Ihnen dringend nahelegen, das Angebot noch einmal zu überdenken.

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Jemandem etwas eindringlich empfehlen oder zu etwas raten. Es ist eine stärkere Form von „vorschlagen“.
Ich möchte Ihnen dringend nahelegen, das Angebot noch einmal zu überdenken.

„Nahelegen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „nahe-“ steht im Hauptsatz am Ende. Im Infinitiv mit „zu“ steht „zu“ zwischen der Vorsilbe und dem Verb.
Sein Verhalten legt einen anderen Schluss nahe.
Wenn Sie jemandem etwas empfehlen, braucht das Verb eine Person im Dativ und eine Sache im Akkusativ. Die Struktur ist: Subjekt legt jemandem (Dativ) etwas (Akkusativ) nahe.
Der Arzt legte ihm eine längere Pause nahe.
In der Bedeutung „plausibel machen“ wird das Verb oft mit abstrakten Nomen wie „Verdacht“, „Schluss“ oder „Vermutung“ kombiniert.
Die Beweise legen die Vermutung nahe, dass der Täter nicht allein war.
Die beiden Bedeutungen lassen sich gut an der Satzstruktur erkennen. Steht eine Person im Dativ („jemandem“), ist die Bedeutung „empfehlen“. Ist das Subjekt eine Sache oder ein Fakt („die Spuren“), ist die Bedeutung „vermuten lassen“.
Ich lege dir (Dativ) eine Reise nach Italien nahe.
„empfehlen“ und „nahelegen“ können beide bedeuten, dass man jemandem zu etwas rät. „empfehlen“ ist neutral und passt zu vielen normalen Situationen, wenn man etwas gut findet. „nahelegen“ klingt stärker und oft etwas ernster. Man benutzt es, wenn man jemandem deutlich zeigen möchte, dass eine bestimmte Entscheidung sinnvoll oder wichtig ist. „Nahelegen“ kann auch etwas vorsichtiger klingen als ein direkter Befehl, aber der Rat hat mehr Druck als bei „empfehlen“.

Der Lehrer legt der Klasse nahe, die Präsentation noch einmal zu überarbeiten.
Nach dem Gespräch hat sie mir eine einfache App zum Lernen empfohlen.