
schnappen
Etwas oder jemanden schnell und plötzlich greifen.
Der Hund schnappte nach dem Ball, den ich geworfen hatte.
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Etwas oder jemanden schnell und plötzlich greifen.
Der Hund schnappte nach dem Ball, den ich geworfen hatte.

Sich jemanden oder etwas schnell nehmen oder sichern, oft bevor es jemand anderes tut.
Ich schnappe mir noch ein Stück Kuchen, bevor alles weg ist.

Kurz und heftig einatmen, weil man schlecht Luft bekommt, erschrocken ist oder sich sehr angestrengt hat.
Nachdem sie die Treppe hochgerannt war, musste sie erst einmal nach Luft schnappen.

Umgangssprachlich für das Fangen oder Verhaften eines Kriminellen durch die Polizei.
Die Polizei konnte den Dieb auf frischer Tat schnappen.

Sich schnell und oft mit einem Geräusch schließen, wie bei einer Falle oder einem Schloss.
Die Mausefalle schnappte zu, als die Maus den Käse berührte.
Wenn „schnappen“ eine schnelle Bewegung in Richtung von etwas beschreibt, wird es oft mit der Präposition „nach“ und dem Dativ verwendet. Dies betont den Versuch, etwas zu ergreifen.
Das Krokodil schnappte nach dem Fleisch, aber verfehlte es.
Die Wendung „sich (Dativ) etwas (Akkusativ) schnappen“ bedeutet, sich schnell etwas zu nehmen, oft bevor es andere tun. Es ist eine sehr gebräuchliche, leicht umgangssprachliche Formulierung.
Schnapp dir eine Jacke, es wird langsam kalt draußen.
Der Ausdruck „nach Luft schnappen“ ist eine feste Redewendung. Man verwendet sie, wenn jemand wegen Anstrengung, Schreck oder Atemnot heftig einatmet.
Als er die Rechnung sah, musste er kurz nach Luft schnappen.
Im Zusammenhang mit Verbrechen und Polizei ist „schnappen“ ein umgangssprachliches Wort für „festnehmen“ oder „verhaften“. In offiziellen Kontexten wie Polizeiberichten wird es nicht verwendet.
Die Kommissarin war entschlossen, den Täter zu schnappen.
Um auszudrücken, dass etwas plötzlich und oft mit einem Geräusch schließt, wird „schnappen“ mit der Partikel „zu“ kombiniert. „Zuschnappen“ kann auch als eigenes trennbares Verb gesehen werden.
Die Falle schnappte zu, aber die Maus war schon weg.
Greifen beschreibt allgemein die Bewegung, mit der man etwas nimmt. Sich etwas schnappen betont, dass man es schnell und entschlossen an sich nimmt oder sichert, manchmal bevor es jemand anderes bekommt. Für neutrales Zugreifen passt greifen, für ein plötzliches Sichern schnappen.

Als ihr Bruder näher kam, schnappte Nina sich schnell das letzte Brötchen.
Nina griff nach dem letzten Brötchen auf dem Tisch.