überrollen
Mit einem Fahrzeug über jemanden oder etwas hinwegfahren.
Der Lastwagen hat das umgefallene Verkehrsschild überrollt.

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Mit einem Fahrzeug über jemanden oder etwas hinwegfahren.
Der Lastwagen hat das umgefallene Verkehrsschild überrollt.

„Überrollen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „über-“ bleibt immer am Anfang des Verbs, auch im Hauptsatz und im Partizip II.
Eine riesige Welle überrollte den Strand.
Der Kontext macht die Bedeutung klar: Geht es um ein Fahrzeug, ist die wörtliche Bedeutung gemeint. Im Sport oder Militär geht es um Überwältigung. Sind Gefühle oder Ereignisse das Subjekt, ist die emotionale Überforderung gemeint.
Pass auf, dass der Gabelstapler dich nicht überrollt!
Im übertragenen Sinn von „überwältigen“ wird „überrollen“ oft im Sport- oder Militärkontext verwendet. Typische Objekte sind „den Gegner“, „die feindlichen Linien“ oder „die andere Mannschaft“.
Die schnelle Offensive überrollte die Verteidigung des Gegners.
Wenn es um Gefühle oder Ereignisse geht, ist das Subjekt oft etwas Abstraktes wie „eine Welle“, „die Ereignisse“ oder „eine Nachricht“. Die Person, die etwas empfindet, ist dann das Akkusativobjekt.
Die Ereignisse der letzten Woche haben mich einfach überrollt.
„besiegen“ und „überrollen“ können beide beschreiben, dass eine Seite gegen eine andere gewinnt. „besiegen“ ist neutral und sagt nur, dass jemand in einem Spiel, Kampf oder Wettbewerb gewinnt. „überrollen“ ist stärker und bildlicher. Es bedeutet, dass jemand den Gegner sehr schnell und mit großer Wucht überwältigt. Das Wort passt besonders, wenn der Sieg sehr deutlich ist und der Gegner kaum eine Chance hat. Für einen normalen oder knappen Sieg nimmt man besser „besiegen“.

In der ersten Halbzeit überrollt das Heimteam die Gäste mit fünf schnellen Toren.
Mein Kollege besiegt mich am Wochenende beim Schach.