verlieren
Etwas nicht mehr besitzen, weil man nicht mehr weiß, wo es ist; etwas verlegen.
Ich glaube, ich habe meinen Regenschirm im Zug verloren.

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Etwas nicht mehr besitzen, weil man nicht mehr weiß, wo es ist; etwas verlegen.
Ich glaube, ich habe meinen Regenschirm im Zug verloren.

„Verlieren“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „ver-“ bleibt in allen Zeitformen und Satzkonstruktionen fest mit dem Verbstamm verbunden. Diese Vorsilbe deutet oft einen Verlust oder ein negatives Ergebnis an.
Ich hoffe, dass ich meinen Job nicht verliere.
Das Perfekt von „verlieren“ wird immer mit dem Hilfsverb „haben“ gebildet, auch wenn es eine Veränderung oder einen Verlust beschreibt. Es heißt also immer „ich habe verloren“.
Er hat gestern seine Brieftasche verloren.
Das passende Nomen zum Verb „verlieren“ ist „der Verlust“. Wenn man etwas verliert, erleidet man einen Verlust.
Der Verlust seines Arbeitsplatzes war ein schwerer Schlag für ihn.
Wenn „verlieren“ den Verlust einer abstrakten Eigenschaft beschreibt, wird es oft mit bestimmten Nomen kombiniert. Häufige Wendungen sind: „die Geduld verlieren“, „die Hoffnung verlieren“, „den Mut verlieren“ oder „das Interesse verlieren“.
Nach einer Stunde Wartezeit verlor er die Geduld.
Die Form „sich verlieren“ ist reflexiv und bedeutet, dass man die Orientierung verliert oder sich verirrt. Das Reflexivpronomen (sich, mich, dich etc.) ist hier notwendig.
Ohne Karte hätten wir uns im Gebirge sicher verloren.
Wenn etwas an Menge, Wert oder Intensität abnimmt, wird „verlieren“ oft mit der Präposition „an“ und einem Dativ-Objekt verwendet. Beispiele sind „an Gewicht verlieren“ oder „an Bedeutung verlieren“.
Seit der Krise hat die Währung stark an Wert verloren.
Die Wendung „sich in etwas verlieren“ bedeutet, sich so stark auf eine Sache zu konzentrieren, dass man alles um sich herum vergisst. Die Präposition „in“ verlangt hier den Akkusativ.
Sie kann sich stundenlang in einem guten Buch verlieren.
„finden“ und „verlieren“ stehen bei Dingen oft im Gegensatz. „verlieren“ benutzt man, wenn man etwas nicht mehr hat und nicht weiß, wo es ist. „finden“ benutzt man, wenn man dieses Ding wieder entdeckt oder zufällig sieht. Die Wörter können verwechselt werden, weil beide oft mit denselben Gegenständen stehen, zum Beispiel Schlüssel, Handy oder Tasche. Der Unterschied ist die Richtung: Beim Verlieren ist etwas weg, beim Finden ist es wieder da.

Ihr verliert im Büro ständig eure Stifte.
Bitte finde dein Heft, bevor der Unterricht beginnt.