vertragen
Etwas (physisch oder psychisch) ohne negative Folgen aushalten oder tolerieren können. Bezieht sich oft auf Lebensmittel, Medikamente, Klima oder auch Kritik.
Ich vertrage leider keine Milchprodukte.

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Etwas (physisch oder psychisch) ohne negative Folgen aushalten oder tolerieren können. Bezieht sich oft auf Lebensmittel, Medikamente, Klima oder auch Kritik.
Ich vertrage leider keine Milchprodukte.

„Vertragen“ ist ein untrennbares Verb, das vom Stamm „tragen“ (tragen, ertragen) kommt. Die Vorsilbe „ver-“ bleibt immer fest mit dem Verb verbunden und verändert die Bedeutung in Richtung „tolerieren“ oder „aushalten“.
Sie verträgt die Hitze im Sommer sehr gut.
Die Verwendung des Verbs ändert sich je nachdem, ob es sich auf Personen oder Dinge bezieht. „Sich mit jemandem vertragen“ beschreibt eine gute Beziehung zwischen Menschen. „Etwas vertragen“ beschreibt die körperliche oder psychische Reaktion auf eine Sache.
Die beiden Kollegen vertragen sich überhaupt nicht.
In der Bedeutung „tolerieren“ wird „vertragen“ oft mit Dingen kombiniert, die den Körper oder die Psyche beeinflussen. Häufige Beispiele sind: Alkohol vertragen, Medikamente vertragen, Stress vertragen oder Kritik vertragen.
Er kann keinen Kaffee am Abend vertragen, weil er dann nicht schlafen kann.
Wenn es um das gute Verhältnis zwischen Personen geht, wird das Verb immer reflexiv gebraucht: „sich vertragen“. Oft wird die Person, mit der man sich versteht, mit der Präposition „mit“ hinzugefügt.
Vertragt ihr euch wieder?
Die Formulierung „etwas könnte [etwas] vertragen“ ist umgangssprachlich und bedeutet, dass eine Sache eine Verbesserung benötigt. Das Modalverb „können“ ist dabei fast immer Teil des Ausdrucks.
Dein Auto könnte mal wieder eine Wäsche vertragen.
Die Struktur „sich mit etwas vertragen“ wird oft für abstrakte Ideen, Prinzipien oder Werte verwendet, um deren Vereinbarkeit auszudrücken. Es geht darum, ob zwei Konzepte logisch oder moralisch zusammenpassen.
Seine Forderungen vertragen sich nicht mit unseren finanziellen Möglichkeiten.
„gut bekommen“ und „vertragen“ haben beide mit der Wirkung von Essen, Trinken oder anderen Einflüssen auf den Körper zu tun. „Etwas bekommt mir gut“ beschreibt das Ergebnis: Danach geht es mir gut, mein Körper reagiert nicht schlecht. „Etwas vertragen“ beschreibt eher die Fähigkeit: Mein Körper kann damit umgehen. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide in ähnlichen Situationen stehen, zum Beispiel bei Milch, Kaffee oder Medikamenten. Praktisch kann man sagen: „Ich vertrage Milch nicht“ bedeutet allgemein, dass Milch ein Problem ist. „Die Milch ist mir nicht gut bekommen“ beschreibt eher eine konkrete Reaktion nach dem Trinken.

Seit ihrer Kindheit verträgt sie keine Nüsse.
Das schwere Essen ist mir gestern Abend nicht gut bekommen.