vorbeikommen
Jemanden für eine kurze, meist informelle Zeit besuchen.
Komm doch heute Abend einfach mal auf einen Kaffee vorbei.

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Jemanden für eine kurze, meist informelle Zeit besuchen.
Komm doch heute Abend einfach mal auf einen Kaffee vorbei.

„Vorbeikommen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „vorbei-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Meine Tante kommt morgen kurz vorbei.
Da „kommen“ ein Verb der Bewegung ist, wird das Perfekt von „vorbeikommen“ immer mit dem Hilfsverb „sein“ gebildet.
Bist du gestern bei Thomas vorbeigekommen?
Die Präposition zeigt die Bedeutung an. „Bei“ + Person bedeutet einen kurzen Besuch. „An“ + Ort bedeutet, dass man an etwas auf seinem Weg passiert.
Ich komme später bei dir vorbei, um das Buch abzuholen.
Für einen kurzen, informellen Besuch wird das Verb oft mit einem Zweck kombiniert, zum Beispiel „auf einen Kaffee vorbeikommen“ oder „auf einen Sprung vorbeikommen“.
Hast du Lust, heute Abend auf einen Sprung vorbeizukommen?
In der figurativen Bedeutung wird die Wendung fast immer verneint: „an etwas nicht vorbeikommen“. Sie drückt aus, dass etwas unvermeidbar oder notwendig ist.
Um die Prüfung zu bestehen, kommt man am Lernen nicht vorbei.
„passieren“ und „vorbeikommen“ können beide bedeuten, dass jemand oder etwas an einem Ort entlanggeht oder eine Stelle auf dem Weg erreicht. „passieren“ klingt dabei neutraler und oft etwas genauer, besonders bei Grenzen, Kontrollen oder festen Punkten. „vorbeikommen“ klingt alltagssprachlicher und betont mehr: Man geht oder fährt an etwas vorbei. Verwechseln kann man die Wörter, weil beide eine Bewegung an einem Ort beschreiben. Wichtig ist: „vorbeikommen“ kann auch „kurz besuchen“ bedeuten, „passieren“ in dieser Bedeutung aber nicht.

Auf dem Weg zur Schule kommen wir jeden Morgen an der Bäckerei vorbei.
Der Bus passiert um acht Uhr die Grenze zur Schweiz.