jemandem etwas vorenthalten
Jemandem absichtlich etwas nicht geben, mitteilen oder zugänglich machen, worauf dieser ein Anrecht hat oder was er erwartet.
Der Angeklagte hat dem Gericht wichtige Informationen vorenthalten.

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Jemandem absichtlich etwas nicht geben, mitteilen oder zugänglich machen, worauf dieser ein Anrecht hat oder was er erwartet.
Der Angeklagte hat dem Gericht wichtige Informationen vorenthalten.

„Vorenthalten“ ist ein trennbares Verb mit der Vorsilbe „vor-“. Im Hauptsatz steht die Vorsilbe am Ende. Im Nebensatz und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Er hält seinen Kollegen Informationen vor.
Dieses Verb hat eine feste Satzstruktur: Die Person, der etwas vorenthalten wird, steht im Dativ. Die Sache, die vorenthalten wird, steht im Akkusativ. Das Muster ist also: JEMANDEM (Dativ) ETWAS (Akkusativ) vorenthalten.
Warum hast du mir diese wichtige Information vorenthalten?
Häufig werden abstrakte Dinge wie „Informationen“, „die Wahrheit“, „Beweise“ oder „Details“ vorenthalten. Das Wort wird oft in einem ernsten oder formellen Kontext verwendet.
Die Firma hat ihren Kunden die vollen Risiken des Produkts vorenthalten.
„gewähren“ und „vorenthalten“ bilden einen klaren Gegensatz. Bei „gewähren“ bekommt jemand etwas, oft nach einer Bitte oder durch eine offizielle Entscheidung. Bei „vorenthalten“ bekommt jemand etwas absichtlich nicht, obwohl er es erwartet oder ein Recht darauf hat. „gewähren“ klingt nach Erlaubnis oder Zusage, „vorenthalten“ klingt nach Zurückhalten und oft auch nach unfairer Behandlung.

Der Vermieter hat den Mietern wichtige Informationen über den Schaden vorenthalten.
Die Firma gewährt den Mitarbeitenden einen freien Tag nach dem Feiertag.