versagen
Nicht die erwartete Funktion oder Leistung erbringen; nicht wie vorgesehen funktionieren.
Mitten auf der Autobahn hat der Motor versagt.

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Nicht die erwartete Funktion oder Leistung erbringen; nicht wie vorgesehen funktionieren.
Mitten auf der Autobahn hat der Motor versagt.

„Versagen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „ver-“ deutet hier, wie bei vielen anderen Verben (z.B. „verlieren“, „vergessen“), auf ein negatives Ergebnis oder einen Misserfolg hin.
Er hat sich bei der Adresse verschrieben.
Die Grammatik hilft, die Bedeutungen zu unterscheiden. Steht „versagen“ ohne Objekt, bedeutet es „scheitern“ oder „nicht funktionieren“. Steht es mit einem Dativ- und einem Akkusativobjekt, bedeutet es „verweigern“.
Die Bremsen haben versagt.
In der Bedeutung „verweigern“ braucht „versagen“ zwei Objekte: eine Person im Dativ (wem etwas verweigert wird) und eine Sache im Akkusativ (was verweigert wird).
Die Eltern versagten ihrem Sohn die Erlaubnis, auf die Party zu gehen.
Die Redewendung „die Stimme versagt“ ist eine feste Einheit. Die Person, die nicht mehr sprechen kann, wird oft mit einem Dativpronomen ausgedrückt.
Mitten in ihrer Rede versagte ihr die Stimme.
„funktionieren“ und „versagen“ beschreiben beide, ob etwas die erwartete Leistung bringt. „funktionieren“ bedeutet, dass ein Gerät, ein Plan oder ein System seinen Zweck erfüllt. „versagen“ ist das Gegenteil: Etwas klappt nicht oder bringt die erwartete Leistung nicht. Bei Personen kann „versagen“ auch heißen, dass jemand eine Aufgabe nicht schafft. Verwechseln kann man die Wörter, weil beide oft in Situationen benutzt werden, in denen man ein Ergebnis erwartet. Merke: Wenn es klappt, funktioniert es. Wenn es nicht klappt oder scheitert, versagt es.

In der Prüfung versagte Max, obwohl er viel gelernt hatte.
Mein Handy funktioniert wieder, seit ich es neu gestartet habe.