abschieben
Eine Person, die sich ohne Aufenthaltsrecht in einem Land aufhält, auf behördliche Anordnung hin in ihr Herkunftsland oder einen anderen Staat zurückbringen.
Der abgelehnte Asylbewerber soll nächste Woche abgeschoben werden.

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Eine Person, die sich ohne Aufenthaltsrecht in einem Land aufhält, auf behördliche Anordnung hin in ihr Herkunftsland oder einen anderen Staat zurückbringen.
Der abgelehnte Asylbewerber soll nächste Woche abgeschoben werden.

„Abschieben“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „ab-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Er schiebt die Verantwortung immer ab.
Diese Bedeutung gehört zur Amtssprache und wird oft in Nachrichten oder offiziellen Dokumenten verwendet. Häufig steht das Verb im Passiv, um den behördlichen Vorgang zu beschreiben.
Der Mann soll laut Bescheid nächste Woche abgeschoben werden.
Wenn man eine Aufgabe oder Verantwortung weitergibt, braucht „abschieben“ die Präposition „auf“ mit dem Akkusativ. Die Struktur ist: etwas (Akk.) auf jemanden (Akk.) abschieben.
Sie hat die Schuld für den Fehler auf ihre Kollegin abgeschoben.
Die Verwendung von „abschieben“ für Aufgaben oder Verantwortung ist umgangssprachlich. Sie wird vor allem in der gesprochenen Sprache verwendet.
Kannst du bitte aufhören, deine Arbeit auf mich abzuschieben?
„übernehmen“ und „abschieben auf“ bilden bei Verantwortung einen klaren Gegensatz. Wer eine Aufgabe oder Verantwortung übernimmt, nimmt sie an und kümmert sich darum. Wer Verantwortung auf andere abschiebt, gibt sie weiter, oft obwohl er selbst zuständig wäre. „übernehmen“ klingt in diesem Zusammenhang neutral oder positiv. „abschieben“ klingt umgangssprachlich und negativ, weil es nach Ausweichen oder Schuldvermeidung klingt.

Wir schieben die schwierige Aufgabe nicht auf die neue Kollegin ab.
Im Kurs übernimmt Mehmet die Verantwortung für die Gruppenarbeit.