jemandem etwas auferlegen
Jemandem eine Pflicht, eine Last, eine Strafe oder eine Regel vorschreiben und ihn dazu zwingen, diese zu befolgen oder zu tragen.
Das Gericht hat dem Angeklagten eine hohe Geldstrafe auferlegt.

Loading your saved state.
Jemandem eine Pflicht, eine Last, eine Strafe oder eine Regel vorschreiben und ihn dazu zwingen, diese zu befolgen oder zu tragen.
Das Gericht hat dem Angeklagten eine hohe Geldstrafe auferlegt.

Obwohl das Verb mit „auf-“ beginnt, ist es untrennbar. Die Vorsilbe bleibt immer mit dem Verb verbunden und die Betonung liegt auf der zweiten Silbe: „auf-ER-legen“.
Der Trainer erlegt den Spielern strenge Regeln auf.
Dieses Verb braucht immer eine Person im Dativ, der etwas auferlegt wird. Die Sache, die auferlegt wird, steht im Akkusativ. Das Muster ist: Subjekt + auferlegen + Dativobjekt + Akkusativobjekt.
Die Firma legte ihren Mitarbeitern neue Verhaltensregeln auf.
„Auferlegen“ ist ein formelles Wort und wird hauptsächlich in offiziellen, rechtlichen oder administrativen Kontexten verwendet. Es klingt sehr stark und verbindlich.
Die Regierung hat der Industrie strenge Umweltauflagen auferlegt.
Häufig werden negative oder belastende Dinge auferlegt. Typische Kombinationen sind: eine Strafe auferlegen, eine Pflicht auferlegen, Sanktionen auferlegen oder eine Steuer auferlegen.
Wegen des Verstoßes wurde dem Unternehmen ein hohes Bußgeld auferlegt.
Wenn man sich selbst etwas auferlegt, geht es oft um Disziplin oder Verzicht. Typische Wendungen sind: sich eine Beschränkung auferlegen, sich Disziplin auferlegen oder sich ein Verbot auferlegen.
Er hat sich für seine Diät einen strengen Ernährungsplan auferlegt.
„verpflichten“ und „auferlegen“ können beide bedeuten, dass eine Pflicht entsteht. „verpflichten“ benutzt man oft bei Regeln, Verträgen oder Versprechen: Jemand muss etwas tun oder übernimmt freiwillig Verantwortung. „auferlegen“ betont stärker, dass jemandem eine Pflicht, Last, Strafe oder Einschränkung von außen gegeben wird. Es klingt oft etwas formeller und schwerer. Beide Wörter können auch mit sich selbst benutzt werden. Dann heißt es, dass man sich selbst eine Regel oder Verpflichtung gibt. Die Verwechslungsgefahr liegt darin, dass beide Wörter verbindlich klingen. „auferlegen“ passt besonders gut, wenn die Pflicht als Belastung empfunden wird.

Das Gericht legte dem Fahrer eine hohe Geldstrafe auf.
Die Eltern verpflichteten sich, regelmäßig beim Schulfest zu helfen.