armselig
Erbärmlich, jämmerlich oder von sehr schlechter Qualität, sodass es Mitleid oder auch Verachtung hervorruft.
Er machte eine armselige Figur, als er um Verzeihung bat.

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Erbärmlich, jämmerlich oder von sehr schlechter Qualität, sodass es Mitleid oder auch Verachtung hervorruft.
Er machte eine armselige Figur, als er um Verzeihung bat.

Das Wort setzt sich aus „arm“ und „selig“ zusammen. Die Bedeutung ist aber nicht „durch Armut glücklich“, sondern hat sich zu „jämmerlich“ oder „erbärmlich“ entwickelt. Die Endung „-selig“ wirkt hier eher wie ein altes Suffix.
Das war ein armseliger Versuch, die Situation zu retten.
In seiner modernen, häufigsten Bedeutung beschreibt „armselig“ oft abstrakte Dinge und drückt Verachtung aus. Typische Kombinationen sind „eine armselige Ausrede“, „ein armseliger Betrag“ oder „eine armselige Vorstellung“.
Für all die Arbeit bot er mir nur eine armselige Bezahlung an.
„Armselig“ ist ein stark wertendes Adjektiv. Es drückt nicht nur schlechte Qualität aus, sondern auch Mitleid oder Verachtung für die Person oder Sache, die so beschrieben wird.
Nach seiner Niederlage machte er einen armseligen Eindruck.
Die wörtliche Bedeutung „sehr arm“ ist heute selten und wirkt veraltet oder literarisch. Man findet sie hauptsächlich in älteren Texten oder wenn ein dichterischer Stil verwendet wird.
In dem Roman wird das armselige Leben der Bauern im 19. Jahrhundert beschrieben.
„reich“ und „armselig“ können einen Gegensatz im Bereich Geld und Lebensverhältnisse bilden. „reich“ bedeutet, dass jemand sehr viel Geld oder Besitz hat. „armselig“ kann bedeuten, dass etwas oder jemand sehr stark von Armut geprägt ist; diese Bedeutung klingt aber etwas altmodisch. Im heutigen Deutsch sagt man für Personen meistens eher „arm“. „armselig“ benutzt man oft auch wertend, wenn etwas sehr schlecht oder jämmerlich wirkt.

Die Familie lebte damals in einer armseligen Hütte ohne Heizung.
Der Kunde ist reich und besitzt mehrere Häuser in der Stadt.