auslegen
Etwas interpretieren oder deuten; einer Sache eine bestimmte Bedeutung geben.
Man kann sein Schweigen als Zustimmung auslegen.

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Etwas interpretieren oder deuten; einer Sache eine bestimmte Bedeutung geben.
Man kann sein Schweigen als Zustimmung auslegen.

„Auslegen“ ist ein trennbares Verb. In einem Hauptsatz steht die Vorsilbe „aus“ am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Er legt die Dokumente für alle sichtbar aus.
Die Vorsilbe „aus-“ hat oft die Bedeutung „nach außen“ oder „verteilen“. Diese Idee findet sich in vielen Bedeutungen wieder: Man legt etwas zur Ansicht nach außen (ausbreiten), man legt Geld für andere nach außen (vorstrecken) oder man legt eine Interpretation nach außen (darlegen).
Der Händler hat frisches Obst vor seinem Laden ausgelegt.
Wenn Sie sagen wollen, wie etwas interpretiert wird, verwenden Sie die Struktur „etwas als etwas auslegen“. Das, was interpretiert wird, steht im Akkusativ.
Sein Lächeln wurde als Ironie ausgelegt.
Wenn man Geld für eine andere Person bezahlt, verwendet man die Struktur „etwas für jemanden auslegen“. Die Person steht dabei nach der Präposition „für“ im Akkusativ.
Keine Sorge, ich kann die Rechnung für dich auslegen.
Wenn eine Fläche mit einem Material bedeckt wird, benutzt man die Präposition „mit“. Die Struktur lautet: „etwas mit etwas auslegen“.
Wir haben das Kinderzimmer mit einem weichen Teppich ausgelegt.
Im technischen Kontext wird oft die Passiv-Form „auf etwas ausgelegt sein“ verwendet. Die Präposition „auf“ + Akkusativ beschreibt den Zweck oder die Eigenschaft, für die etwas konstruiert wurde.
Diese Maschine ist auf einen Dauerbetrieb von 24 Stunden ausgelegt.
„erklären“ und „auslegen“ können beide bedeuten, dass man etwas verständlich macht. „erklären“ ist das normale Wort, wenn man jemandem sagt, wie etwas funktioniert oder was etwas bedeutet. „auslegen“ passt eher, wenn ein Text, eine Regel oder eine Aussage mehrere Bedeutungen haben kann und man eine bestimmte Deutung wählt. Die Wörter können verwechselt werden, weil beide bei schwierigen Texten vorkommen. Praktisch gilt: Eine Aufgabe oder ein Gerät erklärt man. Ein Gesetz, ein Gedicht oder eine unklare Aussage legt man aus.

Die Gruppe legt den Satz im Text anders aus als die Lehrerin.
Die Chefin hat dem neuen Mitarbeiter das Programm erklärt.