Jemanden oder etwas mit den notwendigen oder gewünschten Dingen versehen. Dies bezieht sich oft auf die Einrichtung von Räumen oder die Ausrüstung von Personen oder Objekten.
beispiel
Die neue Wohnung ist bereits mit einer modernen Küche ausgestattet.
Tipps
Trennbares Verb
„Ausstatten“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „aus-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv bleibt das Verb zusammen.
BEISPIEL
Die Firma stattet alle Mitarbeiter mit neuen Laptops aus.
Satzbau mit „mit“
Die Struktur ist fast immer fest: Man stattet jemanden oder etwas (Akkusativ) mit etwas (Dativ) aus. Die Präposition „mit“ ist hier sehr wichtig.
BEISPIEL
Wir haben unser Wohnzimmer mit neuen Möbeln ausgestattet.
Häufig im Passiv
Um den Zustand einer Sache zu beschreiben, wird oft das Passiv verwendet. Die Form „ist ausgestattet mit ...“ ist sehr gebräuchlich, um die Merkmale eines Ortes oder Objekts zu nennen.
BEISPIEL
Das Hotelzimmer ist mit Klimaanlage und Minibar ausgestattet.
Übertragene Bedeutung
Im übertragenen Sinn beschreibt „ausstatten mit“, welche Talente oder Eigenschaften eine Person von Natur aus hat. Typische Kombinationen sind „mit Talent ausstatten“, „mit Geduld ausstatten“ oder „mit einer guten Stimme ausstatten“.
BEISPIEL
Die Natur hat ihn mit großer Musikalität ausgestattet.
Historischer Kontext
Die Bedeutung „eine Mitgift geben“ ist heute selten und gehört in einen historischen oder rechtlichen Kontext. Man findet sie vor allem in historischen Romanen oder Texten über frühere Gesellschaftsformen.
BEISPIEL
Im 19. Jahrhundert war es üblich, dass Väter ihre Töchter für die Heirat ausstatteten.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
ausstatten vs verpassen
„verpassen“ und „ausstatten“ können beide bedeuten, dass jemand oder etwas etwas bekommt. Der Unterschied liegt im Ton und im Kontext. „ausstatten“ benutzt man, wenn jemand oder etwas mit nötigen Dingen, Geräten oder auch Eigenschaften versehen wird. Das klingt neutral und oft etwas sachlich. „verpassen“ ist in dieser Bedeutung umgangssprachlich und meint eher, dass man einer Sache ein bestimmtes Aussehen oder eine Eigenschaft gibt. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide mit „geben“ oder „versehen mit“ zu tun haben. Für Möbel, Technik oder Ausrüstung passt meistens „ausstatten“ besser; für einen lockeren Satz über Stil oder Aussehen kann „verpassen“ natürlicher klingen.
ausstatten
Die Firma stattet alle neuen Büros mit modernen Computern aus.
verpassen
Für das Projekt verpasste er der Präsentation ein neues Design.