befehlen
Jemandem einen verbindlichen und autoritären Auftrag oder eine Anweisung erteilen, etwas zu tun. Ein Befehl lässt in der Regel keinen Widerspruch zu.
Der Hauptmann befahl seinen Soldaten, die Stellung zu halten.

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Jemandem einen verbindlichen und autoritären Auftrag oder eine Anweisung erteilen, etwas zu tun. Ein Befehl lässt in der Regel keinen Widerspruch zu.
Der Hauptmann befahl seinen Soldaten, die Stellung zu halten.

„Befehlen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „be-“ bleibt in allen Konjugationsformen und Satztypen fest mit dem Verbstamm verbunden.
Er befahl dem Hund, still zu sein.
Dieses Verb verlangt immer einen Dativ für die Person, die den Befehl erhält. Eine häufige Fehlerquelle ist die Verwendung des Akkusativs.
Der König befahl seinem Diener (nicht: seinen Diener), das Tor zu öffnen.
Die Handlung, die befohlen wird, steht oft in einer Infinitivkonstruktion mit „zu“. Das Muster lautet: Subjekt + befehlen + Dativ-Objekt + Komma + Infinitiv mit „zu“.
Die Mutter befahl ihrem Kind, sofort ins Bett zu gehen.
„Befehlen“ ist ein sehr starkes und formelles Wort. Es wird hauptsächlich im militärischen, polizeilichen oder einem anderen streng hierarchischen Kontext verwendet. Im Alltag klingt es unhöflich.
Der General befahl den sofortigen Rückzug.
„heißen“ und „befehlen“ können beide bedeuten, dass jemand einer anderen Person sagt, sie soll etwas tun. „befehlen“ ist aber viel stärker: Es kommt von einer Person mit Macht oder Autorität, und normalerweise soll man nicht widersprechen. „heißen“ in dieser Bedeutung bedeutet auch eine Anweisung, klingt aber heute eher gehoben oder altmodisch. Im normalen Alltag sagt man eher „auffordern“ oder bei sehr strengen Situationen „befehlen“. „befehlen“ passt besonders bei Militär, Polizei, strengen Chefs oder sehr klaren Befehlen.

Der Offizier befahl den Soldaten, das Gebäude zu verlassen.
Der Vater hieß den Jungen, sofort nach Hause zu kommen.