sich beugen
Den Oberkörper oder einen Körperteil nach vorne oder unten neigen.
Er musste sich tief beugen, um unter dem Ast hindurchzugehen.

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Den Oberkörper oder einen Körperteil nach vorne oder unten neigen.
Er musste sich tief beugen, um unter dem Ast hindurchzugehen.

Das Verb „beugen“ hat die Vorsilbe „be-“ und ist deshalb untrennbar. Die Vorsilbe bleibt in allen Satzformen fest mit dem Verb verbunden und wird nicht am Satzende platziert.
Er beugte den Draht zu einem Haken.
Achte auf den Unterschied: „sich beugen“ ist reflexiv und beschreibt meist eine Körperbewegung oder das Nachgeben gegenüber einer Macht. Die nicht-reflexive Form „beugen“ bedeutet, einen Gegenstand krumm zu machen oder wird als grammatischer Fachbegriff verwendet.
Sie beugt sich zu dem Kind hinunter.
Wenn „sich beugen“ „nachgeben“ bedeutet, steht die Macht oder der Zwang, dem man nachgibt, oft im Dativ. Typische Konstruktionen sind „sich einer Sache beugen“ oder „sich vor jemandem beugen“.
Am Ende musste er sich der Entscheidung der Mehrheit beugen.
Diese Bedeutung erkennst du leicht am Kontext. Wenn es um Sprache, Wörter, Nomen, Adjektive oder Deklination geht, bedeutet „beugen“ immer „flektieren“.
In diesem Satz musst du das Adjektiv richtig beugen.
„neigen“ und „beugen“ können beide eine Bewegung beschreiben, bei der etwas nicht gerade bleibt. „neigen“ passt oft, wenn man den Kopf oder Oberkörper leicht in eine Richtung kippt, auch als respektvolle Bewegung. „beugen“ klingt stärker nach Biegen oder Nach-vorne- und Nach-unten-Gehen; man kann auch einen Arm, ein Knie oder ein Stück Metall beugen. Die Wörter sind verwechselbar, weil sie bei Körperbewegungen ähnlich wirken. Als Orientierung: „den Kopf neigen“ ist oft eine leichte Kippbewegung, „den Rücken beugen“ ist eher ein deutliches Krummmachen.

Beim Training beugt Max die Knie, damit sein Rücken gerade bleibt.
Die Ärztin neigte den Kopf zur Seite und hörte genau zu.