
wahrnehmen
Etwas mit den Sinnen (Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken) erfassen oder bemerken.
Ich konnte aus der Ferne eine Bewegung im Gebüsch wahrnehmen.
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Etwas mit den Sinnen (Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken) erfassen oder bemerken.
Ich konnte aus der Ferne eine Bewegung im Gebüsch wahrnehmen.

Eine Gelegenheit, ein Recht oder einen Termin nutzen bzw. in Anspruch nehmen.
Sie sollten die Chance wahrnehmen und sich für das Stipendium bewerben.

Eine Aufgabe, Funktion oder Verantwortung ausüben oder erfüllen.
Er nimmt seine Pflichten als Klassensprecher sehr ernst wahr.

Etwas auf eine bestimmte Art und Weise interpretieren oder empfinden.
Ich habe seine Bemerkung nicht als Kritik, sondern als gut gemeinten Rat wahrgenommen.
„Wahrnehmen“ ist ein trennbares Verb. Im Hauptsatz steht die Vorsilbe „wahr“ am Ende. In Nebensätzen oder im Infinitiv mit Modalverb bleibt das Verb zusammen.
Ich nehme einen seltsamen Geruch wahr.
Das Verb setzt sich aus „wahr“ und „nehmen“ zusammen. Die wörtliche Bedeutung ist „etwas als wahr annehmen“ oder „für wahr halten“, was die Idee der Sinneserfassung oder des Bemerken gut erklärt.
Erst nach einigen Sekunden nahm er die Gefahr wahr.
In dieser Bedeutung wird „wahrnehmen“ fast immer in festen Kombinationen verwendet. Die wichtigsten sind: eine Chance/Gelegenheit wahrnehmen, einen Termin wahrnehmen und sein Recht wahrnehmen.
Wenn Sie mit der Entscheidung nicht einverstanden sind, sollten Sie Ihr Widerspruchsrecht wahrnehmen.
Auch in dieser Bedeutung gibt es feste Kollokationen, die sich meist auf offizielle Rollen beziehen. Typisch sind: eine Aufgabe wahrnehmen, eine Funktion wahrnehmen oder seine Verantwortung wahrnehmen.
Sie nimmt ihre Verantwortung als Teamleiterin sehr ernst wahr.
Wenn man beschreiben will, wie etwas empfunden oder interpretiert wird, braucht man die Präposition „als“. Die Struktur ist immer: „jemanden/etwas als ... wahrnehmen“.
Er nahm die Stille im Haus als unangenehm wahr.
Eine angebotene Möglichkeit können sowohl nutzen als auch wahrnehmen bezeichnen. Nutzen betont eher den Zweck oder Vorteil, den man daraus zieht; wahrnehmen ist besonders bei einem konkreten Angebot, Termin oder Recht üblich. Verwende „wahrnehmen“, wenn die Inanspruchnahme selbst im Mittelpunkt steht.

Sie nimmt das Angebot des kostenlosen Kurses gern wahr.
Sie nutzt den kostenlosen Kurs, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern.