genießen
Etwas mit den Sinnen oder als Gefühl als angenehm und wohltuend empfinden.
Ich genieße die Ruhe am Morgen, bevor alle aufwachen.

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Etwas mit den Sinnen oder als Gefühl als angenehm und wohltuend empfinden.
Ich genieße die Ruhe am Morgen, bevor alle aufwachen.

Das Verb „genießen" braucht immer ein Akkusativobjekt. Man fragt: Wen oder was genieße ich? Die Sache, die man genießt, steht also im Akkusativ.
Wir genießen den warmen Sommerabend auf dem Balkon.
„Genießen" gehört zur Wortfamilie von „der Genuss". Wenn Sie etwas genießen, erleben Sie einen Genuss. Das hilft, sich die Bedeutung zu merken.
Ein gutes Essen mit Freunden ist für mich ein echter Genuss.
In der Hauptbedeutung wird „genießen" mit Dingen kombiniert, die man mit den Sinnen wahrnimmt oder als angenehm empfindet: die Sonne genießen, ein gutes Buch genießen, die Stille genießen, das Wochenende genießen.
Am Sonntag genieße ich es, lange zu schlafen.
Diese Bedeutung wird für abstrakte, positive Dinge verwendet, die man sich erarbeitet hat. Typische Kombinationen sind: „Vertrauen genießen", „einen guten Ruf genießen" oder „Respekt genießen".
Die Professorin genießt bei ihren Studenten großes Vertrauen.
„essen“ und „genießen“ können beide mit einer Mahlzeit zu tun haben. „essen“ beschreibt vor allem die Handlung: Man nimmt feste Nahrung zu sich. „genießen“ betont dagegen, dass etwas angenehm ist und man es bewusst mag. Man kann also schnell etwas essen, ohne es wirklich zu genießen. Lernende können die Wörter verwechseln, weil man leckeres Essen oft genießt. Wenn nur die Nahrungsaufnahme wichtig ist, passt „essen“. Wenn Freude, Ruhe oder Geschmack im Mittelpunkt stehen, passt „genießen“ besser.

Emma genießt den warmen Tee im Garten, weil es endlich ruhig ist.
Wegen des langen Arbeitstags esse ich heute nur schnell eine Suppe.