hemmen
Ein Wachstum, eine Entwicklung oder eine Handlung verlangsamen, behindern oder blockieren.
Das neue Medikament hemmt das Wachstum der Bakterien.

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Ein Wachstum, eine Entwicklung oder eine Handlung verlangsamen, behindern oder blockieren.
Das neue Medikament hemmt das Wachstum der Bakterien.

Das Verb „hemmen“ ist eng mit dem Nomen „die Hemmung“ und dem Adjektiv „gehemmt“ verwandt. Alle drei beschreiben eine Form von Blockade oder Unsicherheit.
Er hat keine Hemmungen, seine Meinung offen zu sagen.
Bezieht sich „hemmen“ auf einen Prozess oder eine Sache, bedeutet es „verlangsamen“ oder „blockieren“. Bezieht es sich auf eine Person, bedeutet es, dass diese Person unsicher oder befangen gemacht wird.
Kälte hemmt das Pflanzenwachstum.
In der Bedeutung „blockieren“ wird „hemmen“ oft mit abstrakten Nomen wie „das Wachstum“, „die Entwicklung“, „die Entzündung“ oder „die Ausbreitung“ kombiniert.
Die Regierung versucht, die Inflation zu hemmen.
Wenn eine Person gehemmt wird, beschreibt man oft, worin sie gehemmt wird, z. B. „jemanden in seiner Kreativität hemmen“. Sehr häufig ist auch die Verwendung des Partizips als Adjektiv: „sich gehemmt fühlen“.
Kritik kann junge Künstler in ihrer Kreativität hemmen.
„verhindern“ und „hemmen“ können beide ausdrücken, dass etwas nicht frei oder normal weitergeht. „verhindern“ ist meist stärker: Etwas geschieht gar nicht oder jemand kann etwas nicht tun. „hemmen“ bedeutet oft, dass etwas langsamer wird, schwerer wird oder blockiert wird, aber nicht unbedingt ganz aufhört. Man kann eine Entwicklung hemmen, aber auch eine Person hemmen, wenn sie sich unsicher fühlt. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide etwas Negatives stoppen oder bremsen. Als Orientierung: „verhindern“ heißt eher ganz stoppen, „hemmen“ heißt eher bremsen oder unsicher machen.

Die Angst vor Fehlern hemmt viele Menschen beim Sprechen.
Der Regen hat verhindert, dass das Konzert im Park stattfindet.