schütten
Eine Flüssigkeit oder eine lose Substanz wie Sand, Zucker oder Mehl schnell und oft in großer Menge aus einem Behälter kippen oder gießen.
Sie schüttete den restlichen Kaffee in den Ausguss.

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Eine Flüssigkeit oder eine lose Substanz wie Sand, Zucker oder Mehl schnell und oft in großer Menge aus einem Behälter kippen oder gießen.
Sie schüttete den restlichen Kaffee in den Ausguss.

Das Verb „schütten“ beschreibt eine Bewegung. Daher wird es oft mit Präpositionen kombiniert, die eine Richtung angeben und den Akkusativ verlangen, zum Beispiel „in etwas schütten“ oder „auf etwas schütten“.
Vorsicht, du hast den Zucker neben die Tasse geschüttet!
In der Bedeutung „stark regnen“ wird „schütten“ fast immer unpersönlich mit „es“ als Subjekt verwendet. Eine sehr häufige Redewendung in diesem Zusammenhang ist „es schüttet wie aus Eimern“.
Wir können jetzt nicht losfahren, es schüttet draußen.
Typischerweise werden lose, ungezählte Dinge geschüttet. Dazu gehören Flüssigkeiten wie Wasser oder Saft, aber auch feste Stoffe wie Pulver, Körner oder Sand, zum Beispiel Zucker, Salz oder Reis.
Er schüttete sich eine große Portion Müsli in die Schale.
„giessen“ und „schütten“ können beide bedeuten, dass eine Flüssigkeit aus einem Behälter kommt. „giessen“ klingt meist kontrollierter und ruhiger, zum Beispiel beim Blumengiessen oder wenn man Wasser in ein Glas gibt. „schütten“ betont eher eine schnelle Bewegung oder eine größere Menge; es passt auch zu losen Stoffen wie Sand, Zucker oder Mehl. Beim Regen können beide Wörter starke Regenfälle ausdrücken: „Es giesst“ und „Es schüttet“ bedeuten ähnlich viel. Lernende verwechseln die Wörter oft, weil beide mit Flüssigkeiten zu tun haben. Als einfache Orientierung: Pflanzen giesst man, einen Eimer Wasser oder Sand schüttet man eher aus.

Nach dem Einkauf schüttet Lisa den Zucker in eine große Dose.
Herr Neumann giesst morgens die Pflanzen im Büro.