singen
Mit der eigenen Stimme Melodien und Töne erzeugen, oft in Verbindung mit einem Text.
Meine Tochter liebt es, im Chor zu singen.

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Mit der eigenen Stimme Melodien und Töne erzeugen, oft in Verbindung mit einem Text.
Meine Tochter liebt es, im Chor zu singen.

Um auszudrücken, für wen man singt, wird oft der Dativ verwendet. Das gesungene Objekt, zum Beispiel „ein Lied“, steht dann im Akkusativ.
Der Vater singt seinem Kind jeden Abend ein Schlaflied.
„Singen“ wird oft mit dem Objekt „ein Lied“ kombiniert. Andere häufige Ausdrücke beschreiben den Ort oder die Gruppe, wie „im Chor singen“, „in einer Band singen“ oder „unter der Dusche singen“.
Er singt seit fünf Jahren in einem bekannten Chor.
Wenn das Subjekt des Satzes ein Vogel ist (z.B. „der Vogel“, „die Amsel“), beschreibt „singen“ den typischen, oft melodiösen Laut des Tieres. Es ist das Standardverb dafür.
Ich liebe es, im Wald spazieren zu gehen und die Vögel singen zu hören.
In der Umgangssprache, besonders im Kontext von Kriminalität, bedeutet „singen“, dass eine Person bei der Polizei ein Geständnis ablegt oder ihre Partner verrät. Diese Verwendung ist rein metaphorisch.
Nach dem langen Verhör hat der Angeklagte endlich gesungen.
„singen“ und „verraten“ können beide bedeuten, dass jemand Informationen preisgibt. In dieser Bedeutung ist „singen“ aber umgangssprachlich und passt besonders zu Polizei, Verhör oder Kriminalität. Es klingt so, als ob jemand nach Druck redet. „verraten“ ist allgemeiner: Man kann ein Geheimnis verraten oder eine Person verraten, weil man illoyal handelt. Lernende können die Wörter verwechseln, weil „singen“ hier nicht wirklich mit Musik zu tun hat. Im normalen Alltag sagt man meist „verraten“; „singen“ benutzt man nur in einem speziellen, eher saloppen Kontext.

Nach zwei Stunden Verhör hat der Verdächtige endlich gesungen.
Bitte verrate meiner Schwester nicht, was sie zum Geburtstag bekommt.