verraten
Ein Geheimnis oder eine vertrauliche Information preisgeben, obwohl man sie für sich behalten sollte.
Wer hat dir verraten, dass ich eine Überraschungsparty für dich plane?

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Ein Geheimnis oder eine vertrauliche Information preisgeben, obwohl man sie für sich behalten sollte.
Wer hat dir verraten, dass ich eine Überraschungsparty für dich plane?

Das Verb „verraten“ ist untrennbar. Die Vorsilbe „ver-“ bleibt in allen Zeitformen und Satzkonstruktionen fest mit dem Verbstamm „raten“ verbunden.
Er hat mir das Ende des Films verraten.
Wenn eine Person und eine Information genannt werden, folgt „verraten“ einem festen Muster: Die Person, der etwas verraten wird, steht im Dativ, und die Information steht im Akkusativ.
Bitte verrate meinem Bruder (Dativ) die Überraschung (Akkusativ) nicht!
In dieser Bedeutung ist das Subjekt oft keine Person, die absichtlich handelt, sondern ein nonverbales Signal oder ein Detail. Es geht darum, dass etwas unbeabsichtigt sichtbar wird.
Sein nervöses Lächeln verriet, dass er nicht die Wahrheit sagte.
In der Bedeutung „preisgeben“ wird „verraten“ oft mit Informationen kombiniert, die geheim sein sollten. Typisch sind: ein Geheimnis verraten, einen Plan verraten, den Standort verraten oder das Passwort verraten.
Er hat aus Versehen den geheimen Plan verraten.
„zeigen“ und „verraten“ können beide bedeuten, dass etwas sichtbar oder erkennbar wird. „zeigen“ ist dabei neutral: Jemand oder etwas macht eine Information, ein Gefühl oder einen Beweis deutlich. „verraten“ passt eher, wenn etwas eigentlich geheim bleiben sollte oder unbeabsichtigt sichtbar wird. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide mit Offenlegen zu tun haben. Als Orientierung: Man zeigt etwas offen und bewusst; man verrät oft ein Geheimnis oder etwas, das man nicht sagen wollte.

Bitte verrate niemandem, was ich dir im Zug erzählt habe.
Der Bericht zeigt, dass die Kosten im letzten Jahr gestiegen sind.