stillen
Einem Säugling die Brust geben, damit er Muttermilch trinkt.
Die Mutter setzte sich auf eine Bank, um ihr Baby zu stillen.

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Einem Säugling die Brust geben, damit er Muttermilch trinkt.
Die Mutter setzte sich auf eine Bank, um ihr Baby zu stillen.

Das Verb „stillen“ ist eng mit dem Adjektiv „still“ (ruhig, leise) verwandt. Es beschreibt die Handlung, etwas oder jemanden zu beruhigen oder ein Bedürfnis zum Schweigen zu bringen.
Ein Glas Milch am Abend kann den kleinen Hunger stillen.
Die genaue Bedeutung von „stillen“ erkennen Sie am Objekt. Handelt es sich um ein Baby, bedeutet es „die Brust geben“. Bei Bedürfnissen wie Hunger oder Durst bedeutet es „befriedigen“. Bei Problemen wie einer Blutung bedeutet es „stoppen“.
Sie stillt ihr Kind.
In der übertragenen Bedeutung wird „stillen“ oft mit abstrakten Nomen für Bedürfnisse verwendet. Häufige Kombinationen sind „den Hunger stillen“, „den Durst stillen“ und „die Neugier stillen“.
Mit einer Tasse Tee konnte sie ihre Sehnsucht nach Wärme stillen.
„erfüllen“ und „stillen“ können beide mit Wünschen oder Bedürfnissen zu tun haben. „Einen Wunsch erfüllen“ bedeutet, dass etwas Gewünschtes Wirklichkeit wird oder jemand es möglich macht. „Ein Bedürfnis stillen“ bedeutet, dass ein starkes Verlangen oder ein Mangel befriedigt wird, zum Beispiel Hunger, Durst oder Neugier. Die Wörter können verwechselt werden, weil beide ausdrücken, dass etwas fehlt und dann passend beantwortet wird. Natürlich klingt: Wünsche und Erwartungen erfüllt man; Hunger, Durst, Neugier oder ein Bedürfnis stillt man.

Am Wochenende liest sie viel, weil sie ihre Neugier stillen möchte.
Ich erfülle mir dieses Jahr den Wunsch nach einer Reise ans Meer.