
gemein
Böswillig, unfair oder verletzend gegenüber anderen Personen.
Es war gemein von dir, deinem kleinen Bruder das Spielzeug wegzunehmen.
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Böswillig, unfair oder verletzend gegenüber anderen Personen.
Es war gemein von dir, deinem kleinen Bruder das Spielzeug wegzunehmen.

Gemeinsam; etwas, das mehreren Personen oder Dingen zu eigen ist. Diese Bedeutung ist heute eher selten und formell.
Die beiden Unternehmen haben ein gemeines Interesse am Erfolg des Projekts.

Einfach, gewöhnlich oder von niederem Stand. Diese Bedeutung ist veraltet.
Das gemeine Volk versammelte sich auf dem Marktplatz.
In der modernen Alltagssprache bedeutet „gemein“ fast immer „boshaft“, „unfair“ oder „verletzend“. Es beschreibt negatives Verhalten gegenüber anderen.
Hör auf, so gemein zu deiner Schwester zu sein!
„Gemein“ ist verwandt mit „gemeinsam“ und „die Gemeinschaft“. Die ursprüngliche Bedeutung war „allen gehörend“. Daraus entwickelte sich die heutige negative Bedeutung über „gewöhnlich“ und „vulgär“.
Früher bezeichnete man die einfachen Bürger als das „gemeine Volk“.
Die alte Bedeutung „gemeinsam“ ist in der festen Wendung „etwas gemein haben“ erhalten geblieben. Hier hat das Wort keine negative Bedeutung.
Trotz ihrer Unterschiede haben die beiden vieles gemein.
Link und gemein können eine absichtlich schlechte Handlung oder ein verletzendes Verhalten beschreiben. Link betont jedoch, dass jemand hinterhältig, unehrlich oder schwer zu durchschauen ist; gemein hebt eher die Böswilligkeit oder Verletzung hervor. Wähle link bei Täuschung und gemein bei offen verletzendem Verhalten.

Es war gemein, dass er vor allen anderen über ihre Angst lachte.
Es war link, dass er mir absichtlich die falsche Uhrzeit nannte.